Fußball: Diesen Schuh zieht er sich nicht mehr an

Die Neuen beim FVLB, von links: Fabiano Durante, Artim Metaj, Ben Feiertag, Maxim Weiss, Tom Steinbach, Filipo Di Chiara, Tim Heininger und Anfré Kem. Nicht auf dem FotoGabriel Bertino (verletzt), Igor Barbatche und Robin Geith.
Uli NodlerDiesen Schuh zieht sich auch Trainer Thorsten Szesniak nicht mehr an. „Intensiv habe ich nach der Spielzeit 2024/25 vor allem die enttäuschende Rückrunde reflektiert. Unter dem Strich sind wir da weit unter unseren Möglichkeiten geblieben. Ich habe die Spieler auch in unserer ersten Sitzung eindringlich darauf hingewiesen, dass sich das nicht mehr wiederholen soll,“ gibt Szesniak seinen Jungs für die anstehende Saison den Tarif an.
In der Rückrunde FVLB nur Viertletzter
Hätte nur die Rückrunde gezählt, wäre der FV Lörrach-Brombach als Viertletzter abgestiegen. „Das muss man sich einmal vorstellen. Deshalb will ich nun von meinen Spielern auf dem Platz eine entsprechende Reaktion sehen“, so Szesniak weiter.
Die nicht den Ansprüchen genügenden Leistungen in der Rückrunde machten deutlich, dass Leitfigur Julian Rümmele nach seinem verletzungsbedingte Ausfall schmerzlich vermisst wurde. Darüber hinaus standen mit Kapitän Mirco Böhler und Robin Hinrichsen weitere „Opinion Leader“ lange nicht zu Verfügung. Ihre Absenzen habe die Mannschaft enorm geschwächt. Und Hochveranlagte wie Johannes Binkert und Jack Emanuel Akuegwu sowie Routinier Alija Kapidzija waren nicht in der Lage, die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen.
Leitfigur noch im Aufbau-Training
Rümmele wird zum Saisonbeginn wieder fit sein und auf dem Platz stehen. Das gilt auch für Hinrichsen. Rümmele befindet sich im Aufbau-Training und Hinrichsen zum Start noch im Urlaub. Verantwortung könnte vor allem Neuzugang Tim Heininger übernehmen. Dem Mittelfeldspieler vom Bezirksligisten FC Zell trauen die Verantwortlichen eine Menge zu.

FVLB-Trainer Thorsten Szesniak nimmt seine Mannschaft in die Pflicht.
Foto: Foto: Grant HubbsEin wichtiger Baustein, dass die Lerchenstädter in der neuen Saison wieder für Furore sorgen, könnte zweifelsohne der Zusammenhalt des Teams sein. Den loben Coach Szesniak, aber auch der Sportliche Leiter Floyd Kleinhans und Teammanager Antonio Ratto.
Elf Neue sind zunächst einmal für den Kader der „Ersten“ vorgesehen. „Aktuell starten 31 Spieler in die Vorbereitung. Der Kader soll aber zügig auf 22 bis 24 Spieler reduziert werden“, betont Kleinhans. Mit dem Pfund der hervorragenden Jugendarbeit will der Kreisstadt-Klub auch in der anstehenden Spielzeit wuchern. Fünf hoffnungsvolle Talente wollen sich in der Vorbereitung empfehlen. Zum Kader gesellt sich auch Artim Metay aus der eigenen U23-Mannschfaft.
Ziel aller Beteiligten wird es sein, wie über weite Strecken in der vergangenen Saison, vorne mitzuspielen. Einfacher wird es in der anstehenden Spielzeit sicherlich nicht, zumal die Verbandsliga-Absteiger FC Waldkirch und Freiburger FC sicherlich hohe Ansprüche anmelden werden. Aber auch aus dem eigenen Bezirk ist trotz des Laufenburger Aufstiegs die Konkurrenz mit dem SV Weil, FSV Rheinfelden, FC Tiengen, TuS Binzen, VfR Bad Bellingen und Aufsteiger FC Wittlingen alles andere als unerheblich. Keine Frage, das wird eine spannende Spielzeit für alle Beteiligten werden.
Abgänge: Linus Höpfl (Studium), Ihab M’kadmi (Ausbildung), John Zamorano Burgos (pausiert), Marc Philipp (FC Neuenburg II).
Zugänge: Tim Heininger (FC Zell), Fabiano Durante (Leverkusen), Gabriel Bertino (aus Pause zurück), André Kem (FSV Rheinfelden), Igor Barbatche (Paris), Maxim Weiss, Robin Geith, Filipo Di Chiara, Ben Feiertag, , Tom Steinbach (alles eigene Jugend), Artim Metay (eigene U23).