Fußball-Bezirkspokal: TuS Kleines Wiesental deklassiert den SV Herten

Eric Trefzer (TuS Kleines Wiesental) und Luca Kraus (FC Kandern) feiern mit ihren Teams Kantersiege.
Hannes BrennesenIn der ersten Runde des Rothaus-Bezirkspokals wurden nicht alle Favoriten ihrer Rolle vollends gerecht.
FV Tumringen – SF Schliengen 0:3 (0:2): Mit einem souveränen Pflichtsieg sind die SF Schliengen auswärts beim FV Tumringen in der ersten Pokalrunde vom Platz gegangen. Nachdem die Gäste besonders in der ersten Viertelstunde Einbahnstraßen-Fußball spielten, belohnte sich die Elf von David Held schlussendlich mit dem hochverdienten 1:0 durch Lukas Amann (14.). Dieser legte in der 28. Minute, nach einer Flanke von Teamkollege Mats Keller, das 2:0 nach und sorgte so für klare Verhältnisse.
Die Schliengener blieben auch hiernach die spielbestimmende Mannschaft, entschieden die Partie allerdings erst in Minute 86. Nils Dosenbach traf zum 3:0. „Unsere Leistung war zufriedenstellend. Wir hatten viel Ballbesitz und auch spielerisch ging die Leistung in Ordnung. Wir hätten die Bälle vorne jedoch etwas präziser verarbeiten können“, so Tim Merstetter, Sportlicher Leiter der SF Schliengen.
TuS Kleines Wiesental – SV Herten 6:0 (5:0): Ein wahrliches Debakel erlebte derweil der SV Herten. Mit einem 6:0 wurde der Bezirksligist auswärts vom Kreis A-Ligisten TuS Kleines Wiesental deklassiert. Schon in der ersten Hälfte führten die Hausherren überraschend deutlich mit 5:0 und sahen sich kurz vor Abpfiff des ersten Spieldurchgangs sogar einer langen Unterzahl gegenüber.
Trotz Überzahl konnte die Hertener Elf dem Rückstand nichts entgegensetzten und kassierte sogar in der 70. Spielminute durch Jason Christian das 6:0. So schied der SVH sang- und klanglos aus dem Pokal aus.
Ob sich diese Niederlage auch auf die restliche Saison des SV Herten auswirkt bleibt fraglich, dennoch sollte diese Niederlage definitiv zu denken geben.
Bosporus FC Friedlingen – TuS Lörrach-Stetten 1:2 (0:0): Einen weiteren mühsamen Auftritt eines Favoriten gab es in der Begegnung zwischen dem Bosporus FC Friedlingen und dem TuS Lörrach-Stetten.
Zwar spielen die TuSler gleich zwei Ligen über der Elf aus Friedlingen, dennoch tat man sich in der Begegnung lange schwer. In der ersten Spielhälfte passierte so gut wie gar nichts, so auch lange im zweiten Durchgang. Der erste Aufreger folgte in Minute 61, als der Lörracher Maxim Strauss die Gelb-Rote Karte sah.
Nun in Unterzahl, mussten die Stettener nochmals einen Gang hochschalten und taten dies durch zwei späte Tore von Abdelbari Benai (76.) und Faruk Kaymak (87.). Alles sah nun nach einem sicheren Gäste-Sieg aus, doch ein später Anschlusstreffer von Muamer Basis in der zweiten Minute der Nachspielzeit machte die Partie nochmal spannend. Am Ende brachte der TuS Lörrach Stetten den knappen Vorsprung über die Zeit und steht nun in der zweiten Runde.
FC Steinen-Höllstein – FC Kandern 0:4 (0:2): Ein internes Duell zwischen zwei Kreis-A Ligisten gab es derweil in Steinen. Auf Augenhöhe war dieses aber nicht. Mit einem 0:4 mussten sich die Hausherren geschlagen geben. Vorzeitig entschieden war das Spiel eigentlich schon Mitte der zweiten Hälfte als der FCS eine Rote Karte sah und Tim Lamprecht den folgenden Strafstoß zum 3:0 in die Maschen setzte (63.). Somit spielten die Hausherren bis kurz vor Schluss in Unterzahl und mussten noch einen weiteren Treffer hinnehmen (86.).
SpVgg Brennet-Öflingen – FC Wehr 1:5 (0:2): Es ist noch gar nicht lange her, da hätte es diese Partie eigentlich gar nicht geben können. Noch in der vergangenen Saison traten die beiden Kontrahenten gemeinsam als SG FC Wehr-Brennet in der Bezirksliga an. Ironischerweise trafen nun gerade diese beiden Mannschaften in der 1. Runde des Pokals aufeineinander.
Freundschaftlich war die Partie, zumindest was die Kartenverteilung anging, denn hier musste der Schiedsrichter Ralf Brombacher nicht einmal im Spiel in seine Tasche greifen. Ergebnistechnisch sah das anders aus. Mit einer 1:5-Niederlage hat sich die frisch eigenständige Spielvereinigung aus Brennet-Öflingen aus dem Pokalwettbewerb verabschiedet.
Einen sehr großen Anteil daran hatte Johannes Baumgartner, welcher einen Fünferpack schnürte und somit quasi im Alleingang den Bezirksligisten aus Wehr in die zweite Runde schoss.