Fußball-Bezirksliga: TuS Stetten wirft Verband Willkür vor

Franco Viteritti zeigt sich mit dem Urteil des Sportgerichts alles andere als einverstanden. (Archivfoto)
Mirko BährIn der Fußball-Bezirksliga hat ein Urteil über zwei Platzverweise aus dem Lörracher Stadtderby zwischen dem FC Hauingen und dem TuS Lörrach-Stetten (3:4) für Unruhe gesorgt.
Was war passiert? Nachdem Abdelbari Benai von Hauingens Max Keller in Spielminute in Richtung der Hauinger Bank gestoßen wurde, entwickelte sich ein Handgemenge vor der Ersatzbank der Hausherren. Nachdem Benai sich mit mehreren Schubsern und einem Griff in die Halsgegend wehrte, sprach Referee Felix Kreth (Alemannia 08 Müllheim) umgehend die Rote Karte aus.
In selbiger Rudelbildung sah auch Hauingens Kapitän Joshua Vogt in Folge eines Schubsers gegen Benai die Ampelkarte. Negativ stieß bei den Gästen besonders auf, dass Initiator Max Keller von Kreth unbestraft blieb.
Nun, gut eine Woche später, wurden die beiden Vereine von Andreas Hiemann (Sportgericht Hochrhein) über die Sperren der Akteure informiert. Während Vogt mit einer Zwei-Spiele-Sperre belegt wurde, muss Stettens Benai ein Spiel mehr von Außen zusehen.
Beim Club aus dem Lörracher Süden stieß dieses Urteil auf Unverständnis und mündete in einer Stellungnahme von Sportchef Franco Viteritti. „Das ist Willkür vom Feinsten! Wir haben Argumente und Beweise eingereicht, die den Bericht des Schiedsrichters widerlegen“, tobt TuS-Sportchef Franco Viteritti.
In seiner Stellungnahme hatte der TuS Lörrach-Stetten ein Video der Situation vorgelegt und geht gegen das Urteil des Sportgerichts in Berufung. Ob das Stettener Vorhaben Früchte trägt, bleibt abzuwarten. Rein sportlich läuft es beim TuS trotz des Platzverweises weiter einwandfrei: Die Mannschaft von Andreas Schatz und Fabio Viteritti grüßt noch ohne Punktverlust von der Tabellenspitze.