Fußball: Auf dem Weg, sich zu etablieren

Freuen sich auf die kommende Saison, von links: Vorsitzender Volker Scherer, der Sportliche Leiter Tobias Jehle, Joshua Kopp, Adrian Mouttet, Patrick Baumgartner, Trainer Manuel Schwarz und Co.-Trainer Alexander Gött.
Uli Nodler„Die Jungs ziehen voll mit. Es ist für mich eine Freude, hier zu trainieren“, macht der neue Coach Manuel Schwarz aus seiner Zuneigung zum Klub kein Hehl. Und die Macher geben die Blumen zurück: „Schon im ersten Gespräch mit Manuel hatte ich ein sehr gutes Gefühl“, betont Sportchef Tobias Jehle. Und Vorsitzender Volker Scherer ergänzt: „Seine Trainer-Vita hat uns überzeugt. Er hat die Basics dieses Jobs verinnerlicht, indem er zunächst einmal Jugendmannschaften erfolgreich trainierte.“ Beeindruckend war schließlich für die TuS-Verantwortlichen, dass Schwarz die Aktivmannschaft des SV Eichsel in der Kreisliga A-West zweimal in Folge zur Vizemeisterschaft führte. Diese Erfolge kitzelte Schwarz aus einer eher unscheinbaren Truppe heraus.
Schwarz sagte bei den Verhandlungen mit den Binzener Offiziellen in erster Linie das Gesamtpaket zu: „Die Leute, mit denen ich gesprochen habe, verstehen etwas vom Fußball. Die Mannschaft ist intakt. Überzeugt haben mich zudem die finanziellen Gepflogenheiten. Und nicht zuletzt habe ich hier eine perfekte Infrastruktur vorgefunden.“ Mit finanziellen Gepflogenheiten meint Schwarz die Tatsache, dass alle Spieler in Form einer Punkteprämie dasselbe verdienen.
Das Gesamtpaket hat Schwarz überzeugt
Obwohl bei Schwarz noch sieben andere Klubs angeklopft haben, war für ihn schnell klar, dass er nur den TuS Binzen trainieren wollte.
Binzens Kader, der in der ersten Landesliga-Saison geliefert hatte, wurde nur mit drei Spielern verstärkt. Fürs Mittelfeld holte der TuS Joshua Kopp (SV Herten, zentral) und Adrian Mouttet (VfR/FC Bad Bellingen, offensiv). Patrick Baumgartner vom SV Eichsel ist ein Mann für die Abwehr.
Die wertvollste Verstärkung kam jedoch aus den eigenen Reihen. Nach einer selbst auferlegten Baby-Pause kehrte Patrice Glaser im Sommer zum Team zurück. Glaser dürfte für Schwarz während der Saison der verlängerte Arm auf dem Platz werden. Seine fußballerische Klasse ist unbestritten und macht den TuS Binzen einfach besser.

Patrice Glaser ist nach seiner Baby-Pause zurück.
Foto: Grant HubbsEin paar schwächere Spiele auf der Zielgeraden der vergangenen Spielzeit haben die Kandertäler einen besseren Schlussrang gekostet. So wurde es am Ende Platz zehn. „Mein Anspruch ist schon, dass wir uns steigern. Das kann die Mannschaft auch umsetzen“, betont Schwarz. Jehle wurde präziser: „Ein einstelliger Tabellenplatz wäre schon prima.“ Das dürfte kein Hexenwerk sein, zumal der Aufsteiger über weite Strecken der Spielzeit 2024/25 deutlich weiter vorne platziert war.
In der zurückliegenden Saison spielte der TuS Binzen ein „4-2-3-1“-System. Schwarz, der ein Verfechter einer Dreier-Abwehrkette ist, wechselt nun auf ein „3-4-2-1“. Das heißt: Der Stoßstürmer heißt wohl Nils Mayer. Dahinter könnten Patrice Glaser und Adrian Mouttet Ideen und Torgefährlichkeit kreieren. Im Vierer-Mittelfeld und in der Dreier-Abwehrkette dürfte die Konkurrenz groß sein. Im Tor ist Dominik Lüchinger weiter die unumstrittene Nummer eins.

Dominik Lüchinger (am Ball) ist weiterhin die Nummer eins.
Foto: Grant HubbsFreiburger FC und Waldkirch die Titelfavoriten
Wie viele andere Experten auch, haben die Binzener Macher und Coach Schwarz im Titelrennen der anstehenden Landesliga-Saison keinen Hochrhein-Klub auf der Rechnung. „Vorne erwarte ich die beiden Verbandsliga-Absteiger FC Waldkirch und Freiburger FC. Zudem traut Schwarz der Spvgg. Gundelfingen/Wildtal eine Menge zu: „Der letztjährige Aufsteiger hat sich enorm verstärkt.“
Abgänge: Matthias Feldmann, Tobias Lerch (beide Karriereende), Nils Kiertzeck (Studium USA).
Zugänge: Adrian Mouttet (VfR Bad Bellingen), Patrick Baumgartner (SV Eichsel), Joshua Kopp (SV Herten).