FDS: Bei Robert Marijanovic fliegen die Pfeile genau

Hat einen Lauf: Robert Marijanovic gibt seinen Pfeilen momentan die entscheidende Richtung.
Schwarzwälder-BoteHinter dem Freudenstädter Robert Marijanovic liegen erfolgreiche sechs Monate in Sachen Dart. Bei der WM war zwar bereits in Runde eins Schluss für den Schwarzwälder. Trotzdem staunten einige Kurstädter wohl nicht schlecht, als auf einmal der gebürtige Freudenstädter live im Fernsehen die Pfeile fliegen ließ.
Da Marijanovic trotz der knappen 3:4-Niederlage einen guten Eindruck im Londoner Alexandra Palace hinterlassen hatte, wurde er für den im Anschluss stattfindenden World Cup of Darts nominiert. In Hamburg trafen sich dann aus weltweit 24 Ländern die jeweils zwei besten Spieler ihrer Nation, um den Weltmeister im Doppel zu ermitteln. Mit dem aus dem kroatischen Sibenik stammenden Tonci Restovic schaffte Marijanovic eine kleine Sensation. Denn nachdem sie sich in der Gruppenphase schon gegen Neuseeland und Australien durchsetzen konnten, gewannen sie ihr Achtelfinalspiel gegen Nordirland völlig überraschend und waren somit unter den besten acht der Welt wiederzufinden.
Besonders Marijanovic dominierte die Gegner im Achtelfinale und konnte immer wieder mit Highfinishes glänzen. Unter anderem schaffte er eine 120 und eine 124 in engen Spielsituationen. Im Viertelfinale war dann aber gegen die Belgier Kim und Ronny Huybrechts Schluss.
Angespornt durch die großen Erfolge entschloss sich der 33-Jährige für einen Abstecher auf die Britische Insel, um beim Qualifikationsturnier zu den UK-Open teilzunehmen. Nachdem er den ehemaligen Top Ten Spieler Dennis Ovens und Dan Russel geschlagen hatte, musste er sich in Runde drei nur knapp Ronnie "The Rocket" Baxter aus England geschlagen geben. Für die Qualifikation zum FA Cup des englischen Dartsports reichte es nicht, die Erfahrungen, gegen solch starken Gegner zu spielen, wird ihm in der Zukunft aber weiterhelfen.
Für das laufende Jahr 2013 peilt Marijanovic erneut die WM-Qualifikation an. Nachdem er sich vergangenes Jahr über die osteuropäische Qualifikation bis nach London spielte, wurde für dieses Jahr der Qualimodus etwas verändert. Es stehen insgesamt vier Turniere in Wien auf dem Plan, bei dem die 16 besten Osteuropäer an jedem Termin jeder gegen jeden spielen. Die besten acht in der Rangliste spielen dann in einem großen Endturnier den Sieger und WM-Teilnehmer aus.
Ganz großer Favorit auf den Sieg ist zwar Mensur Suljovic aus Österreich. Der hat jedoch schon die WM-Teilnahme sicher. Somit bleibt hinter ihm ein ganz enges Feld übrig, in dem wohl jeder am richtigen Tag, in der richtigen Form das Ticket in den Londoner Alexandra Palace lösen kann. Ob Marijanovic die Erfahrungen der vergangenen Monate weiterhelfen, zeigt sich am 17. November, wenn es letztendlich um die Qualifikation für die WM geht.