Erstes Heimspiel der Saison: HBW ringt um Stabilität

Csaba Leimeter (am Ball) und seine Teamkollegen vom HBW Balingen-Weilstetten wollen am Samstag zwei starke Halbzeiten abliefern.
Beytullah Kara„Alesia? Ich kenne kein Alesia!“ – diese Antwort bekommt in den Asterix-Comics jeder um die Ohren, der es gewagt hatte, einen Gallier auf den Ort der entscheidende Niederlage gegen die Römer anzusprechen. Nun ganz so schlimm verhält sich die Sache bei Matti Flohr, dem Trainer des Handball-Zweitligisten HBW Balingen-Weilstetten nicht, geht es um das jüngst in Potsdam Geschehene.
Blick zurück nach Potsdam schmerzt
Gerne wirft er den Blick vor dem Heimspiel gegen den HC Elbflorenz Dresden (Samstag, 18 Uhr, Mey-Generalbau Arena, Balingen) dennoch nicht zurück, denn die Nummer hatten sich er und sein Team so ganz anders vorgestellt – der HBW unterlag dem VfL Potsdam nämlich mit 26:31. Dabei war es eigentlich nur die zweite Halbzeit, den in der ersten gaben stark aufspielende „Gallier“ in der MBS-Arena den Ton an und führten nach 30 Minuten mit 16:11. „Wir hatten alles im Griff, führen nach 35 Minuten mit 17:12 und verteidigen bei einem Potsdamer Angriff alles weg, und dann landet der Ball doch noch in unserem Tor, dann machen wir ein paar Fehler und plötzlich läuft alles für Potsdam“, sagt Flohr.
Ein Problem des HBW-Kollektivs
„Man hat gesehen, dass wir noch nicht stabil genug sind, um uns gemeinsam aus so einer Situation herauszuziehen. Da sind wir selbst in der Verantwortung. Wir müssen das einfach besser machen – bei uns hat sich Fehler an Fehler gereiht. Das war ein kollektives Versagen“, so Flohr weiter.
Elbflorenz kommt mit starker Truppe
Am Samstag nun kreuzt mit dem HC Elbflorenz Dresden eine Mannschaft in Balingen auf, die sich am Ende der Saison zu gerne in die 1. Liga verabschieden würde. Den ersten Härtetest aber verloren die Sachsen. Zuhause zogen sie gegen Erstliga-Absteiger SG BBM Bietigheim mit 24:28 den Kürzeren. „Bietigheim hat damit seinen Favoritenstatus gefestigt“, sagt Flohr. Denn der HBW-Coach hält große Stücke auf den HC Elbflorenz. „Das ist eine starke Mannschaft, die individuell mit Doruk Pehlivan, Timo Löser – er hat ein hervorragendes 1:1 spielt sehr variable und ist torgefährlich –, Oliver Seidler, Ivar Stavast oder Sebastian Greß hervorragend aufgestellt ist und über gut eingespielte Achsen verfügt. Und mit Victor Peteresen Norberg von der HSG Wetzlar haben sie einen gestandenen Erstliga-Spieler für den rechten Rückraum hinzugewonnen.“
Der Matchplan steht
Und dennoch habe Bietigheim gezeigt, dass die Dresdener schlagbar sind. „In der Analyse wissen wir, was wir zu tun haben – wie wir ihre Schützen und ihr 1:1-Verhalten regulieren können. Wir haben auch das Tempospiel nach vorne aber auch nach hinten thematisiert. Ich erwarte schon, dass wir zuhause eine Reaktion zeigen“, sagt Flohr, der weiterhin auf Spielmacher Elias Huber (Reha nach Knie-OP) verzichten muss. Dafür ist U19-Weltmeister Bennet Strobel am Kreis wieder eine Option.
Und was war mit Gergovia?
Und vielleicht bekommt für den HBW der Club-Name HC Elbflorenz einen ähnlichen Klang, wie bei den Galliern im Asterix-Comic Gergovia. Dort nämlich brachten die Gallier Caesars Truppen eine empfindliche Niederlage bei – und so will in den Bildergeschichten jeder in der Schlacht bei Gergovia dabei gewesen sein.