Eishockey
: Wild Wings: Sandner wird ausgekontert

Eishockey: Zoff wegen Strahlmeier-Wechsel zwischen Schwenningenr und Wolfsburg. 
Von
Michael Bundesmann
Oberndorf
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Eine schöne Verabschiedung vor dem Spiel gegen Wolfsburg. Wild-Wings-Manager Jürgen Rumrich (links) und Geschäftsführer Christoph Sandner bedanken sich bei Simon Danner für seine jahrelangen Verdienste in Schwenningen.

Eibner

Nach ihrem Heimsieg gegen den Play-off-Kandidaten Wolfsburg (3:2) am Donnerstag geht es für die Wild Wings am Sonntag (16.30 Uhr) beim Vizemeister München im DEL-Programm weiter.

Entgegen der Absprache

Wild-Wings-Geschäftsführer Christoph Sandner und Noch-Sportmanager Jürgen Rumrich konnten die gute Heimleistung der Mannschaft gegen Wolfsburg nicht richtig genießen. Sandner ging nach dem Spielende verbal auf Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf los. "So etwas geht gar nicht. Alle DEL-Klubs verpflichten sich, fair und respektvoll miteinander umzugehen. Das war von Wolfsburg aus ein Vertrauensbruch. Wir haben den ausdrücklichen Wunsch von Wolfsburg zugestimmt und wollten die Pressemitteilung über den Wechsel von Dustin Strahlmeier erst nach dem Spiel am Freitag versenden. Aber dann passierte dieser Vertrauensbruch", schimpfte der Schwenninger Geschäftsführer.

Was war passiert? Sandner und Rumrich sowie Fliegauf hatten sich vor dem Spiel darauf geeinigt, sich zum Wechsel von Torhüter Dustin Strahlmeier nach Wolfsburg während der Liveübertragung bei Nachfragen gegenüber "Magenta Sport" bedeckt zu halten.

Christoph Sandner hielt sich in seinem Interview in der ersten Drittelspause daran – Charly Fliegauf bestätigte jedoch in der zweiten Pause den Wechsel. Der Wild-Wings-Geschäftsführer stand blank da – dementsprechend wütend war er später.

Christoph Sandner hatte in der Sache absolut recht und die schnellen Vorwürfe im Wild-Wings-Umfeld, er sei eben zu unprofessionell, überzogen, doch war Sandner zu blauäuig an diese Geschichte herangegangen. Charly Fliegauf gilt in der Branche als clever, erfahren, freundlich, aber auch gesprächig. Dass er den Wolfsburger Medien nahe steht, ist ebenfalls bekannt. Nicht umsonst war in diesen bereits im November zu lesen (wir haben berichtet), dass Strahlmeier bei Fliegauf ganz oben auf der Wunschliste steht.

Kein Angebot erhalten

Viel interessanter war aber am späten Donnerstagabend noch die Bestätigung von Christoph Sandner und Jürgen Rumrich, dass Dustin Strahlmeier von den Wild Wings in den vergangenen Wochen gar kein Angebot zu einer Vertragsverlängerung erhalten hat. Coach Niklas Sundblad unterstreicht dies: "Ich denke, es ist für Dustin und auch für den Verein sinnvoll, nach vier Jahren hier einen Schnitt zu machen." Der Schwede hatte bereits zu Beginn dieser Woche unserer Zeitung erklärt, "dass wir nun auf einen ausländischen Torhüter als Nummer 1 setzen".

Aber auch die Spieler Ilya Sharipov, Mark Fraser, Mirko Sacher, Mike Blunden, Marcel Kurth, Pat Cannone und Kai Herpich haben bisher kein neues Angebot der Wild Wings erhalten. Nach Informationen unserer Zeitung sollen aber die Vertragsverlängerungen von David Cerny und auch Kyle Sonnenburg zeitnah bekanntgegeben werden.

Sundblad freut sich

Am Sonntag gastieren die Wild Wings beim Top-Team aus München. Coach Niklas Sundblad, der sich mit der Leistung seines Teams gegen Wolfsburg "sehr zufrieden" zeigte, freut sich auf die Herausforderung. "München spielt offensiv sehr kompakt und effektiv. Wir wollen deshalb versuchen, ihr Spiel etwas auseinanderzuziehen."

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