Eishockey: Die „weiße Weste“ der Eisbären ist befleckt

Mit 2:4 mussten die Balinger Eisbären gegen den Heilbronner EC 1b die erste Saisonniederlage hinnehmen.
KaraJede Serie hat einmal ein Ende: Nach fünf Siegen zum Saisonauftakt in den ersten fünf Begegnungen musste sich die Mannschaft von Eisbären-Coach Petr Kasik nun erstmals geschlagen geben. Im zweiten Aufeinandertreffen mit Heilbronn binnen einer Woche setzten sich die Gäste diesmal in der Balinger Halle in einem packenden Spiel verdient mit 4:2 (0:1, 3:0, 1:1) durch.
Tabellenführung ist futsch
Mit der ersten Niederlage haben die Balinger (sechs Spiele, 15 Punkte) die Führung in der Landesliga abgeben müssen. Neuer Spitzenreiter ist Stuttgart mit 17 Punkten aus acht Partien. Auf den Plätzen drei und vier lauern Esslingen (13 Punkte) und Hügelsheim (12).
Partie ist von Beginn an heiß umkämpft
Die Partie zwischen den Balingern und den Heilbronnern war von Beginn an heiß umkämpft, beide Mannschaften gingen volles Tempo – kein Wunder nach dem knappen Ergebnis der Vorwoche, als sich die Eisbären durch einen Treffer in der letzten Spielsekunde den Sieg gesichert hatten. Schon nach etwas mehr als drei Minuten schickten die Schiedsrichter nach einer Rauferei gleich fünf Spieler wegen übertriebener Härte auf die Strafbank – zwei Balinger und drei Heilbronner. Die Überzahl nutzte David Hornak zum Führungstreffer. Mit diesem knappen Ergebnis ging es in die erste Pause.
Furioses 2. Drittel des HEC
Die Gäste erwischten den besseren Start ins Mitteldrittel. Nach etwas mehr als einer Minute der Ausgleich, kurze Zeit darauf die Führung zum 1:2, dann sogar das 1:3. Spiel gedreht – aber die Führung war aufgrund der starken und immer engagierten Leistung der Heilbronner auch mehr als verdient. Die Balinger kamen dagegen im Mitteldrittel nicht richtig in die Puschen und wirkten unkonzentriert.
Balingen drängt auf den Ausgleich
Im letzten Spielabschnitt rissen sich die Hausherren zusammen und drängten mächtig auf den Anschlusstreffer. Zahlreiche, teils beste Chancen blieben ungenutzt, bevor Tristen Wells zwölf Minuten vor dem Ende zum 2:3 einschoss. Vier Minuten vor dem Ende – Strafzeit Heilbronn. Würde den Balingern wie in der Vorwoche ein „Lucky Punch“ gelingen? Dieses Mal sollte es nicht sein. Nach der Überzahlsituation nahm Coach Kasik Torhüter Raphael Kühn zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, um so vielleicht doch noch den Ausgleich zu erzwingen. Stattdessen aber trafen die Heilbronner mit einem Befreiungsschuss aus dem eigenen Drittel heraus ins leere Eisbären-Gehäuse. 2:4, die Entscheidung.
Eisbären fehlt der Biss
„Uns hat heute der Biss gefehlt, es war nicht unser Spiel“, sagte Coach Kasik im Anschluss. Im letzten Drittel, lobte er seine Spieler, habe man gut gekämpft – „daran wollen wir anknüpfen im nächsten Spiel“.
Christkindlesmarkt statt Eishalle
Das steht für die Balinger am Samstag, 6. Dezember, auswärts in Esslingen an. Am kommenden Wochenende ist spielfrei – die Balinger sind stattdessen auf dem Balinger Christkindlesmarkt aktiv.