Einst beim TSV Calw
: Veit Bammels Floorball-Weg

Was mit einem Schnuppertraining in der Kindersportschule KiSS begann, entwickelte sich zur beeindruckenden sportlichen Laufbahn für Veit Bammel.
Von
Daniela Beißwanger
Oberndorf
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Einer, der seinen Weg geht – und dabei Bodenhaftung behält: Veit Bammel

Felix Vatterodt

Bammel war einst Nachwuchsspieler des TSV Calw, spielt nun in der 1. Bundesliga für die SSF Dragons Bonn – und hat dabei nicht nur sportlich, sondern auch menschlich viele Erfahrungen gesammelt.

Bereits in jungen Jahren war Floorball für Veit mehr als nur ein Hobby. Nach dem Einstieg über die Kindersportschule (KiSS) fand er schnell seinen Weg in die Jugendmannschaften des TSV Calw – U13, U15, U17 –, spielte im Kleinfeld und später auch auf dem Großfeld. Früh zeigte sich sein Talent: Sowohl in der U15, als auch in der U17 wurde er Topscorer, also bester Torschütze der Liga.

Verantwortung als Co-Trainer

Neben dem eigenen Spiel übernahm Veit auch Verantwortung als Co-Trainer der U13 – gemeinsam mit Pascal Volz wurde er mit dem Team dreimal in Folge Baden-Württembergischer Meister. „Die Süddeutschen Meisterschaften waren dann ein anderes Kaliber – Bayern war einfach besser“, erinnert sich Veit schmunzelnd.

Das sind die frühen Erfolg

Auch als Spieler ließ er aufhorchen: Mit der U17 wurde er zweimal Süddeutscher Meister. Besonders prägend war seine Zeit in der U17-Landesauswahl und im erweiterten Nationalkader. Nach einem Sichtungslager spielte er rund zwei Jahre bei Lehrgängen und Wettbewerben mit – darunter auch bei den sogenannten „Trophies“, nationalen Turnieren, bei denen Talente von den Nationaltrainern gesichtet werden.

„Das war sicherlich das Highlight meiner Jugendzeit“, sagt Veit rückblickend.

Im Herrenbereich spielte Bammel zunächst in der Regionalliga für Calw, war dort ebenfalls Topscorer, später dann drei Jahre lang in der 2. Bundesliga. In der Premierensaison 2021/22 war er unter den Top-10-Scorern der Liga. Auch in den darauffolgenden Jahren blieb er Calws Topscorer – und das zuletzt sogar als Verteidiger.

Lange Reisen

„Die Konkurrenz wurde größer, die Reisen länger, die Bedingungen anspruchsvoller“, beschreibt er die Herausforderungen der 2. Liga. Nach der Saison 2023/24 zog sich das Calwer Team freiwillig aus der Bundesliga zurück – aus finanziellen Gründen und wegen einiger Abgänge.

So lief’s beruflich

Nach seinem Bachelorstudium zog es Veit nach Nordrhein-Westfalen. Dort startete er in Bonn beruflich durch – und sportlich gleich mit. Während er berufsbegleitend seinen Master in Künstlicher Intelligenz und Business Analytics macht, arbeitet er bei einem IT-Unternehmen in Bonn – und spielt gleichzeitig für die SSF Dragons Bonn in der 1. Bundesliga.

Team ist professionell

Das Team ist professionell aufgestellt, mit Cheftrainer aus Finnland, Co- und Fitnesstrainern – und klaren Zielen. Die Saison 2024/25 war ein voller Erfolg: Nach Platz zwei in der regulären Saison folgten packende Play-offs. Am Ende stand der Gewinn der Bronzemedaille – die erste in der Vereinsgeschichte.

„Das war ein besonderer Moment – für den Verein, aber auch für mich“, sagt Veit. „Man sieht dann, wofür man die viele Zeit investiert.“

Sein Alltag ist durchgetaktet: Drei Teamtrainings pro Woche, dazu Fitness, Spiele am Wochenende, Masterstudium und ein anspruchsvoller Job. „Es ist viel, aber solange man jung ist, geht das schon“, meint er. Und er weiß auch, was es braucht, um erfolgreich zu sein: „Technik, taktisches Verständnis und schnelle Entscheidungen – das ist das A und O im Floorball.“

Der Heimat eng verbunden

Trotz der neuen sportlichen Heimat bleibt Veit dem TSV Calw eng verbunden. Besonders Clemens Alex, Leiter des TSV Sportzentrum und langjähriger Trainer im Jugendbereich, hat ihn geprägt: „Er hat mich athletisch vorangebracht und mich durch die Jugendzeit begleitet.“ Ein Ziel für die Zukunft? „Ich will mich hier in Bonn weiterentwickeln und um meinen Stammplatz kämpfen.“ Veit Bammel – einer, der seinen Weg geht – und dabei Bodenhaftung behält.

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