Eine offene Rechnung: Endlich die „Jets“ bezwingen

Großer Jubel bei HSG-Co-Trainer Dominik Koch und der Albstädter Bank: Mit den Schwarz-Roten ist im Saisonendspurt auf jeden Fall zu rechnen.
KaraMit dem 39:34-Heimsieg über die SG Heddesheim fanden die Handballer der HSG Albstadt nach der bitteren Niederlage in Neuenbürg wieder zurück in die Erfolgsspur. Es war ein sehenswertes Handballspiel gegen den Aufsteiger aus dem Rhein-Neckar-Kreis, in der aufgrund der Fasnet und des gleichzeitig stattfindenden EM-Spiels der deutschen Handballnationalmannschaft, spärlich besetzten Mazmannhalle. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleitung und einer guten Einstellung konnten die Hausherren einmal mehr überzeugen und an der 40-Tore-Marke kratzen.
Lob vom Gästetrainer
Auch Gästetrainer Frank Schmitt zollte Respekt vor den Schwarz-Roten und gratulierte fair. „Albstadt hat verdient gewonnen. Wir haben einfach zu viele Fehler fabriziert und auch der nötige Zugriff in der Deckung fehlte. Natürlich wäre es schön gewesen hier etwas mitzunehmen, aber man kann in Albstadt verlieren, auch mit fünf Toren“, bilanzierte der SGH-Trainer.
Mit 27:9 Zählern führen die Jungs vom Mazmann nach wie vor die Tabelle der Regionalliga Baden-Württemberg an. Mit 23:11 Zählern springen die Gmünder „Jets“ aber ihren eigenen Ansprüchen hinterher. Es hätte das Topspiel und das direkte Duell um die Tabellenspitze werden können, doch Schwäbisch Gmünd verlor in der Vorwoche überraschend zum zweiten Mal gegen den TuS Steißlingen mit 32:36. Im Aufstiegsrennen spielen die Gmünder „Jets“ aber nach wie vor mit und sind keineswegs abzuschreiben.
TSB verpasst Aufstieg knapp und verstärkt sich top
Besonders gegen die HSG Albstadt trumpfen die Handballer von der Ost-Alb gerne auf. In der Vorsaison, als die Gmünder nur wegen eines Pünktchens, den Sprung in die 3. Liga verpassten, konnte der TSB unter ihrem Brüder-Trainerduo Aaron und Simon Fröhlich beide Partien für sich entscheiden. Auch im Hinspiel, Mitte Oktober des vergangenen Jahres, gingen die Albstädter mit einer deutlichen 32:38-Klatsche gegen sie leer aus. Normalerweise müssten sie die Liga ganz klar dominieren. Sie sind denkbar knapp am Aufstieg im Vorjahr gescheitert. Des Weiteren haben sie sich top verstärkt. Aber irgendwie liefern sie immer wieder unerklärliche Ergebnisse“, rätselt Albstadts Cheftrainer Andreas Wendel über die „wellenartige Leistungen“ des kommenden Gastgebers. Auch in der vergangenen Woche konnten die „Jets“ in Steißlingen nichts Zählbares einheimsen und mussten vor dem Gipfeltreffen gegen Albstadt einen herben Dämpfer einstecken. „Ich gehe fest davon aus, dass sie mit einer großen Portion Wut im Bauch gegen uns auf der Platte stehen und wieder eine andere Vorstellung abliefern werden“, ergänzt Wendel. „Das wird punktetechnisch ein Topspiel werden. Für uns ist das ein unangenehmer Gegner, gegen den wir in den letzten drei Begegnungen leider keine Punkte holen konnten.“
„Ich erwarte erneut einen Hexenkessel, den wir ausblenden oder als Motivator annehmen müssen. Wir wollen ambitioniert auftreten und unsere beste Leistung abliefern. Der Druck liegt aber ganz klar bei Gmünd, die unbedingt einen Sieg einfahren müssen, um an der Tabellenspitze dranzubleiben“, so Wendel.