Duell mit Schweizer Serienmeister: Jetzt geht’s um die Wettkampfhärte

Tobias Heinzelmann (am Ball) trifft mit dem HBW am Samstag in der Kreissporthalle Schramberg-Sulgen auf die Kadetten Schaffhausen.
Beytullah KaraTeil eins der Schweizer Wochen hat Handball-Zweitligist HBW Balingen-Weilstetten erfolgreich hinter sich gebracht. Am Dienstag gewann das Team von Trainer Matthias Flohr in der Meßkircher Stadthalle gegen den TSV St. Otmar St. Gallen überlegen mit 40:21. Am Samstag stehen die „Gallier“ dem größten Kaliber gegenüber, das der Schweizer Handball seit einigen Jahren zu bieten hat. In der Kreissporthalle in Schramberg-Sulgen bekommt es der HBW mit den Kadetten Schaffhausen zu tun (Anpfiff: 18 Uhr).
Klarer Sieg und Dayan-Debüt
40:21, das Debüt von Spielmacher Yonatan Dayan im HBW-Trikot – eigentlich sollte am Dienstag alles bestens bei den Schwaben sein. Doch so richtig glücklich war Flohr mit dem Test nicht. „Wir sind nicht gut reingekommen, waren in der Abwehr nicht griffig, und die Angriffsdynamik der Spiele zuvor hat uns auch gefehlt. Wir haben uns viele Passfehler geleistet“, sagt Flohr. Dennoch führte seine Mannschaft zur Pause mit 16:11 und schoss sich dann im zweiten Durchgang trotz der großen Hitze, die in der Halle herrschte, den hohen Erfolg heraus.
„Der Boden war sehr rutschig. Leider haben sich zwei Spieler von St. Gallen verletzt. Deshalb war die Qualität nicht mehr wir erhofft, St. Gallen hat nur noch wenig Gegenwehr gezeigt. Gut war, dass wir es trotzdem durchgezogen haben“, so der HBW-Trainer. Als positiv erachtete er auch das Debüt von Dayan, der 40 Minuten lang im Angriff spielte. „Natürlich fehlt ihm noch die Spritzigkeit, aber es ist wichtig, dass er jetzt dabei ist.“
Fügel und Grupe vor Rückkehr
Und auch Rechtsaußen Elias Fügel und Spielmacher Magnus Grupe stehen vor dem Comeback – möglicherweise schon am Samstag im Duell mit den Kadetten Schaffhausen. Diese Aufgabe wird für Balingen-Weilstetten ungleich schwerer als jene gegen St. Gallen – gleich 15 nationale Meisterschaften haben die Munotstädter in den vergangenen 20 Jahren eingefahren, zuletzt holten sie den Titel viermal in Serie. Seit diesem Sommer steht mit Lukas Saueressig ein Balinger Eigengewächs im Aufgebot des Serienmeisters. Saueressig war im Sommer 2024 zum HSC Kreuzlingen gewechselt, doch weil sich der Club vom Bodensee freiwillig aus der Quickline Handall League in die dritthöchste Spielklasse verabschiedete, wechselte der 18-Jährige Rückraum-Allrounder auf Leihbasis zum Meister. Derzeit arbeitet er nach einer Rücken-OP an seinem Comeback
Flohr erwartet enges Duell
HBW-Coach Flohr freut sich auf den Vergleich mit den Eidgenossen. „Die Qualität der Mannschaft ist noch einmal deutlich höher als die von Schaffhausen. Da erwarte ich deutlich mehr. Ich gehe von einem engen Spiel aus.“ Die Zeit des ganz großen Testens ist für Flohr zwei Wochen vor dem Saisonstart so gut wie vorbei. „Wir wollen die Dinge jetzt festigen und uns auf Wettkampf- und auf Siegniveau bringen.“