Black Forest Panthers: Revanche mit Ausrufezeichen

Thomas Binelli (links) – hier im Duell mit Gießens Ezekiel Crawford – verhalf den Panthers zu einem deutlichen Heimsieg.
Roger MüllerRache ist süß. Obwohl es für die Black Forest Panthers im Heimspiel gegen die ROTH Energie Gießen Pointers tabellarisch um nichts mehr ging, ließ man vom Tip-Off an keinen Zweifel daran aufkommen, wer an diesem Sonntagnachmittag das Parkett als Sieger verlassen sollte.
Okolie und Kedar dominant
Nach vorne gepeitscht von einer erneut fast ausverkauften Deutenberghalle (824 Zuschauer) starteten die bereits als Tabellenführer feststehenden Schwenninger mit viel Energie in die Partie. Vor allem Top-Scorer Nkosi Kedar und Center Chris Okolie dominierten die Gäste phasenweise nach Belieben – und hatten zur Halbzeit bereits 13 bzw. 20 Punkte auf dem Konto. Nach dem ersten Viertel stand es 31:19, nach vier Minuten im zweiten Spielabschnitt führten die Panthers erstmals mit 20 Punkten und zur Pause stand ein 59:37 auf der Anzeigetafel.
Tiefe Rotation
Der deutliche Spielverlauf führte unter anderem auch dazu, dass die Akteure am hinteren Ende der Rotation – Kjell Deking, Maximilian Berchdolt, Luka Cuic und Dimitri Schinkarew – schon im ersten Durchgang ausgiebig zum Zug kamen. Dem starken Auftritt der Hausherren tat das keinen Abbruch – im Gegenteil. Die Pointers schnupperten nach dem Seitenwechsel zwar leicht an einem Comeback, indem sie deutlich besser in die Partie fanden und das dritte Viertel sogar mit 22:19 für sich entschieden. Doch mit einer 36-Punkte-Explosion im letzten Spielabschnitt räumte der Tabellenführer dann auch die letzten Zweifel an seinem nächsten Sieg – und der geglückten Revanche für die Niederlage in Gießen – aus dem Weg.
Jung und wild
Die „jungen Wilden“ hielten das Energielevel weit oben, glänzten in beinahe jedem Angriff... und bescherten den Panthers mit einem Endstand von 114:83 sogar die höchste Punkteausbeute der Saison. „Ich freue mich extrem, dass ich diese Jungs heute mit viel Spielzeit belohnen konnte. Das haben sie sich im Training sowas von verdient“, meinte Headcoach Pascal Heinrichs unmittelbar nach der Schlusssirene.
Und auch im Allgemeinen konnte der 36-Jährige mit dem Auftritt seiner Schützlinge (fast) zufrieden sein. „Ich bin der Coach, ich bin nie ganz zufrieden“, sagte er lachend. „Aber heute geht es definitiv in die Richtung. Wir wollen in diesen letzten Spielen der Hauptrunde unbedingt die nötige Playoff-Form erreichen. Dafür haben wir auch diese Woche wieder hart trainiert – und das haben wir heute gezeigt.“
Panthers: Okolie (28:31 Minuten/30 Punkte), Kedar (24:58/29), Zenelaj (21:31/15), Burgunder (20:10/13), Isbetcherian (17:16/2), Berchdolt (16:35/2), Cuic (16:33/0), Binelli (16:11/8), Schinkarew (11:14/8), Hoppert (09:41/0), Deking (09:04/5), Schäfer (08:16/2).
