„Big Points“ beim VfR Mannheim: TSG Balingen geht riesigen Schritt in Richtung Relegation

Simon Klostermann zeigt nach seinem Tor zum 2:1 pure Emotionen.
Eibner„Diese Energie die in der Mannschaft steckt, ist der Wahnsinn“, lobte Cheftrainer Murat Isik nach dem Abpfiff der Partie in Mannheim. So eben hatte seine Mannschaft einen ganz, ganz großen Schritt in Richtung der Teilnahme an der Relegation gemacht.
Bis zur 73. Minute waren die Hausherren in einer Live-Tabelle auf sechs Punkte an die Balinger herangerückt – doch die TSG drehte die Partie auf famose Art und Weise. So stehen nun zwölf Zähler Vorsprung plus das bessere Torverhältnis auf der Habenseite und das alles bei nur noch 24 zu vergebenen Punkten. Auch Isik sagte: „Da sollte nichts mehr anbrennen.“
Ole Deininger startet
Seine Mannschaft hatte er im Vergleich zum 0:0 gegen Ravensburg nur auf einer Position geändert. So startete Ole Deininger für Marko Pilic. Beim VfR stand Ex-Profi Alexander Esswein in der Startelf.
Die TSG hatte von Beginn an die klare Spielkontrolle. Was fehlte waren richtig zwingende Chancen. „Wir haben gute Räume gefunden und waren sehr dynamisch unterwegs. Mannheim hat auf Ballbesitz verzichtet“, erläutert Isik. In den Minuten vor dem Pausenpfiff schlich sich aber der Schlendrian ins TSG-Spiel ein. Mehrere Fehlpässe brachten Mannheim in Konterposition und ein fataler Fehlpass von Sascha Eisele leitete den Gegentreffer durch Pasqual Pander (40.) ein.
Isik, der mit seinem Trainer-Team immer wieder Anpassungen vornahm und die Systematik veränderte, sagte: „Wir waren uns in der Halbzeit trotzdem sicher, dass wir dieses Spiel umbiegen.“ Gesagt, getan: Zwar dauerte es bis zur 73. Minute, dann war aber Kike mit seinem starken linken Fuß erfolgreich. Ein Freistoß führte zum 1:1. In der 80. Minute köpfte Simon Klostermann dann eine Freistoßflanke von Ivo Colic zum 2:1 in die Maschen.
Eroglu trifft wieder
Der nach knapp einer Stunde eingewechselte Halim Eroglu traf in der 91. Minute zum 3:1 und beendete damit seine Torlos-Serie. Letztmals in einem Pflichtspiel hatte er bei seinem historischen Sechserpack im Hinspiel getroffen. „Das freut uns natürlich sehr für ihn. Wir haben ihm bei der Einwechslung gesagt, dass es heute so weit ist“, betont Isik.
Die Schlussphase blieb aber wild: Michael Udebuluzor verkürzte auf 2:3, ehe Denis Latifovic nach Eroglu-Vorlage postwendend das 4:2 und damit den Endstand erzielte.