Bezirksliga Schwarzwald/Zollern: Kai Beuter erzielt Goldenes Tor

Rot-Weiß-Spielertrainer Riccardo Spataro ist hier im Duell mit Laufens Lars Kiefer.
KaraGästetrainer Riccardo Spataro brachte es nach Ende der 90 Derbyminuten auf den Punkt: „Es kann 2:0 ausgehen für Laufen, es kann 1:1 ausgehen, es kann 2:1, 3:1 für den Gegner ausgehen, es kann auch 2:1 für uns ausgehen. Es war irgendwie alles möglich.“
Dabei waren die Gastgeber vom TSV Laufen in der ersten Hälfte deutlich mehr auf der Höhe als die Gäste. Gleich mit der ersten Gelegenheit erzielten sie das 1:0. Tobias Schatz hatte sich gut im Strafraum auf der linken Seite in Position gebracht und spielte den Ball präzise flach in die Mitte, wo er mit Kai Beuter einen dankbaren Abnehmer fand.
Laufen mit klarem Chancenplus
Dass dieser Treffer der einzige in diesem Spiel bleiben sollte, war eigentlich höchst unwahrscheinlich. Vor allem die Heckendorf-Elf hatte den Torjubel mehrfach auf den Lippen. Einmal war Marco Schneider wohl knapp im Abseits, und ein anderes Mal hatte Rot-Weiß bei einem Querschläger Glück.
Eine kuriose Szene
Die größte Gelegenheit hatte wohl Schneider, der nach einem Ballgewinn und anschließender Überzahl den Ball gut aufs Gästetor bugsierte, doch Rot-Weiß-Schlussmann Dominik Kosic hatte noch irgendein Körperteil am Ball. Das Spielgerät rutschte an ihm vorbei, wurde dann aber auf dem tiefen Rasen immer langsamer und stoppte tatsächlich vor der Torlinie. Laufen hatte mehrfach das 2:0 auf dem Fuß, doch auch die Gäste hatten in Person von Marcel Kosic zwei gute Gelegenheiten.
Rot-Weiß mit guten Standards
Nach dem Seitenwechsel wirkten die Ebinger etwas stabiler, gefährlich wurde es aber nur bei Standards. Die Laufener agierten nun etwas ungenauer und die Partie wurde offener. Der TSV hatte erneut mehrfach die Chance den Sack zuzumachen, verpasste allerdings den zweiten Treffer. So musste Laufens Co-Trainer Axel Conzelmann bis zur 95. Minute um die drei Punkte zittern. „Das Spiel war mörderisch für uns. Es kann dann auch nach hinten losgehen, da wir das 2:0 ausgelassen haben. Wir sind nicht bestraft worden. Der verschossene Elfmeter war da nur das i-Tüpfelchen.“
Dominik Kosic hält einen Elfmeter
Denn nach einem Foul am schnellen Lars Kiefer zeigte der nicht immer sicher wirkende Unparteiische in der 65. Minute auf den Punkt. Der an diesem Tag glücklose Marco Schneider – der aber ansonsten trotzdem eine Topleistung zeigte – scheiterte vom Punkt an Gästekeeper Dominik Kosic.
Mit dem Abpfiff fiel auch die Anspannung bei Axel Conzelmann ab. „Unser Torhüter hat zu Null gespielt. Wir haben eine wunderbare, junge Truppe, die ihre Sache einfach wieder bombig gemacht hat.“
TSV Laufen: Conzelmann – Beuter, Kiefer (81. Zehnder), Schatz, Schneider, Heckendorf, George, Jäck (61. Ast), Seyfarth, Wissenbach, Favier (61. Steinmetz).
Rot-Weiß Ebingen: D. Kosic – Thomann, Kayhan (86. Schopfer), Wincierz (61. Issa), Spataro, Viggiani (84. Bah), Dos Santos, Ilic, Stanojevic, Zimmermann (73. Schoger).
Tor: 1:0 Kai Beuter (4.).
Schiedsrichter: Halil Ibrahim Dagistanli.
Zuschauer: 180.