Bezirksliga Nordschwarzwald
: Aufstiegsrennen bleibt spannend – nur sieben Punkte Unterschied

Der Aufstiegskampf bleibt hochspannend, am Tabellenende herrscht dagegen bereits Klarheit. Drei Absteiger stehen fest, während an der Spitze noch sechs Teams um den Titel ringen.
Von
Hans-Christian Schunke
Oberndorf
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Die Spvgg Freudenstadt bleibt ein ernster Kandidat für den Aufstieg.

Andreas Wagner

Sieben Spieltage vor Saisonende ist das Rennen um die Spitzenplätze weiterhin völlig offen. Zwischen dem Erstplatzierten und Rang sechs liegen lediglich sieben Punkte – der Kampf um die Aufstiegsränge bleibt ein echtes Herzschlagfinale. Deutlich klarer gestaltet sich die Lage am Tabellenende: Mit dem SV Mitteltal/Obertal, dem SV Marschalkenzimmern und dem SV Gündringen stehen bereits drei Absteiger in die Kreisliga A fest.

SG Vöhringen – SV Marschalkenzimmern 5:2 (2:2). „Wir haben die Anfangsphase verschlafen und wurden erst nach unserem Anschlusstreffer deutlich besser um mit einem verdienten 2:2 in die Pause zu gehen“, war SVM-Trainer Frank Baumann bis dahin noch vorsichtig optimistisch. Dem der Vöhringer Abteilungsleiter Mike Beilharz zu wobei er sich „über den Schlendrian, der nach der 2:0-Führung bei uns eingezogen ist“, ärgerte. Und je länger das Spiel dauerte, umso mehr lag das 3:2 für die Gäste in der Luft ehe „ein Witzelfmeter“, so Baumann das Spiel zum Kippen brachte. In der Folge „haben wir das Spiel wieder auf unsere Seite gezogen“, so Beilharz. „In der Summe verdient“, so das Fazit von Baumann.

SV Althengstett – VfR Sulz 1:1 (0:1). SVA-Coach Daniel Sajko grantelte nach dem Schlusspfiff: „Sas war kein gutes Spiel.“ Und monierte vor allen Dingen den Austritt seiner Elf. „Die erste Hälfte haben wir komplett verschlafen. Wir hatten zwar viel Ballbesitz, wussten damit allerdings nichts anzufangen“, so Sajko weiter. Dazu kam der frühe Führungstreffer der Gäste, erzielt von Demenico Mosca, und so dauerte es bis nach dem Seitenwechsel, ehe die Heimelf die richtigen Reifen aufgezogen hatte. „Da war es deutlich besser“, hellte sich die Mine des Trainers auf, auch wenn er bis zur vierten Minute der Nachspielzeit auf den Ausgleichstreffer warten musste, ehe ein Distanzschuss von Ishak Bayrak den Weg in das Tor fand. „In der Summe verdient, auch wenn der Zeitpunkt natürlich etwas glücklich war“, so Sajko.

SV Gündringen – TuS Ergenzingen 0:7 (0:1). Trotz der sieben Treffer hatte TuS-Trainer Michael Sattler „einen schwierigen Start meiner Mannschaft gesehen“. Was an der Chancenverwertung lag, denn „die Möglichkeiten haben wir uns herausgespielt. Zur Pause hätten wir durchaus höher führen müssen“, hatte Sattler bis zu diesem Zeitpunkt wenig Grund, mit seiner Abwehr zu hadern. Die hatte alles im Griff, denn die Heimelf sorgte lediglich mit Distanzschüssen für etwas Gefahr. Nach dem Pausengang war auch davon nichts mehr zu sehen, zumal der SVG bis dato viel Laufarbeit absolviert hatte und nun die Körner fehlten. Was zur Folge hatte, dass der TuS  die Führung hochschraubte, was Sattler nicht unbedingt zufriedenstellte. „Eigentlich war für uns ein zweistelliges Ergebnis drin.“

SV Baiersbronn – SF Salzstetten 4:2 (3:0). Die Gäste ließen nach 35 Minuten ein dickes Pfund zum 1:1-Ausgleichstreffer liegen, was sich rächen sollte, denn beim Seitenwechsel war die Veranstaltung beim Stand von 3:0 eigentlich beendet. „Beruhigend“, befand SVB-Sprecher Hans-Dieter Leins. „Wir hatten den Gegner im Sack, und die Führung war eher zu niedrig.“ Dann passierte aber das, was Leins mit „keine Ahnung“ betitelte. Und meinte damit: „Plötzlich ist das Spiel gekippt.“ Plötzlich war der Vorsprung weg, es hieß nur noch 3:2, und die Gäste waren die bessere Mannschaft. Ausgang offen, ehe die Einheimischen in der Nachspielzeit den erlösenden Treffer zum 4:2-Endstand erzielen konnten.

SG Felldorf/Bierlingen – SV Alpirsbach/Rötenbach 5:1 (3:1). Nach dem 14. Spiel in Serie ohne Niederlage, verbunden mit dem vierten Tabellenplatz, bleibt SG-Trainer Ümit Dagistan beim Thema Aufstieg schweigsam wie eine Muschel: „Im Mai kommen noch die ganzen schweren Gegner.“ Dafür hatte sein Team bis zur 22. Minute Nägel mit Köpfen gemacht und ein sattes 3:0 vorgelegt. „Die drei schnellen Treffer haben unserem Spiel gutgetan“, freute sich Dagistan, ehe die Gäste noch vor der Pause zum Anschlusstreffer kamen. „Die wollten es noch einmal wissen“, so der Trainer, doch nach 59 Minuten war der Spuk vorbei. Die SG erhöhte auf 4:1 und beendete seinen Tanz in den Mai.

Grün-Weiß Ottenbronn – SV Eutingen 6:3 (4:0). Wie auf einer Sturmfahrt im Nordatlantik müssen sich die Eutinger beim GWO gefühlt haben, die bereits beim Pausengang mit 4:0 auf Kurs lagen. Erst als das halbe Dutzend Treffer auf der Anzeigetafel stand, drehte der Wind, und der SVE erzielte in der Schlussphase noch drei Tore, um das Ergebnis freundlicher zu gestalten. Anschließend begab sich GWO-Spielertrainer Julian Immisch auf Entschuldigungstour: „Der Gegner konnte heute nicht komplett antreten“, nahm er die Gäste in Schutz, um anschließend seine Truppe aufzubauen. „Klar, drei Treffer am Ende, das trübt etwas den Gesamteindruck. Aber wir haben intensiv gespielt, sind viel gelaufen, und so waren letztendlich nicht mehr so viele Körner im Tank“, so Immisch.

SV Gültlingen – SV Mitteltal/Obertal 2:1 (1:0). „Da ist mir kurz das Hinspiel durch den Kopf gegangen“, erinnerte sich SVG-Fußballchef Gunter Deuble an das Hinspiel, in dem sich seine Elf gegen Ende der Partie noch geschlagen geben musste. „Ich musste noch nie so viele Chancen notieren. Da bot sich eine Chance nach der anderen“, musste Deuble jedoch mit ansehen, wie die Dinger „teilweise kläglich verdaddelt wurden“. Anstatt die Kuh vom Eis zu holen, hieß es plötzlich nicht 3:0 oder 4:0, sondern 1:1 – und beim SVG begann das Fracksausen. Mit Happy End: „Auch wenn ein 2:2 möglich gewesen wäre“, gab es noch ein paar bange Minuten für die Gastgeber zu überstehen. „Am Ende mehr als verdient aufgrund der Chancen – und weil wir die bessere Mannschaft waren“, so Deuble.

VfL Nagold II – SF Gechingen 3:0 (2:0). „Wir hatten gerade einmal sieben fitte Spieler zur Verfügung“, berichtet VfL-Spielertrainer Michael Steger, der beinahe selbst hätte spielen müssen. Dafür begab sich aber Spielleiter Marco Quiskamp für ein paar Minuten auf die Wiese. Dazu kamen Nico Graf mit lädierter Nase und Stefan Wurm (Pause nach Herzmuskelentzündung) zu Einsätzen. Die 2:0-Pausenführung nannte Steger „verdient aufgrund der Chancen“, ehe die Gäste nach Seitenwechsel aufdrehten. „Da hat Gechingen alles in den Ring geworfen“, hatte der Nagolder Trainer letztendlich „ein sehr gutes Spiel von beiden Seiten gesehen.“ Und am Rande drei eminent wichtige Punkte auf die Habenseite gezogen.

Spvgg Freudenstadt – 1. FC Altburg 3:1 (1:0). Die Einheimischen marschieren wieder, und die Gäste schnupperten in der Schlussphase an einem Punktgewinn. „Wir hatten bis und nach dem 2:0 (56.) alles im Griff – bis auf den Umstand, dass wir es versäumt hatten, die Führung auszubauen“, hätte Spvgg-Coach Elvedin Djekic gerne auf die spannende Schlussphase verzichtet. „Altburg hat alles probiert, mit langen Bällen operiert und hat sich mit dem Anschlusstreffer belohnt. Sie schnupperten bis in die Nachspielzeit an einem Zähler“, konnte Djekic erst in der Nachspielzeit aufatmen, in der mit dem 3:1 die Entscheidung fiel.

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Freitag um 12.00 Uhr
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