Bezirksliga-Fußball: Unangenehme Aufgabe für Zell

Das Duell zwischen Jens Lehmann (links, SF Schliengen) und Leon Boos (FC Zell) könnte es auch am Samstag geben.
Luis GutierrezMit reichlich Rückenwind reist Fußball-Bezirksligist FC Zell zum Duell mit den Sportfreunden Schliengen am zweiten Spieltag.
„Ein guter Anfang, und es spiegelt auch die Vorbereitung wider“, übte sich Zells Trainer Michael Schwald nach dem furiosen 6:1-Kantersieg zum Saisonstart über den FC Schlüchttal in Bescheidenheit. Der Coach rechnet weiterhin mit einem einstelligen Tabellenplatz. Um etwaige Prognosen aufzustellen, ist es selbstverständlich sowieso noch viel zu früh in der Saison. Das primäre Ziel diese Saison wird nach zahlreichen namhaften Abgängen von Leistungsträgern wie Tim Heininger, Antonio Fischer, Peter Krieg und Michael Kuttler vorerst sein, eine gewisse Konstanz in Leistung und Ergebnisse zu bekommen. Die erste Chance dazu bietet sich bereits an diesem Samstag um 16 Uhr beim Gastspiel in Schliengen. An der Mauchener Gasse taten sich die Zeller bereits in der vergangenen Saison schwer, drehten die Partie dank eines Elfmeters nur sehr spät.
Zu verstecken brauchen sich die Schliengener vor heimischem Publikum trotz des missratenen Auftaktes gegen Aufsteiger Weil II deshalb keineswegs. SFS-Coach David Held konnte der 3:6-Niederlage neben mangelnder Chancenverwertung und einigen Unaufmerksamkeiten trotzdem etwas Positives abgewinnen. „Wir haben uns nicht aufgegeben und mit einer Weiler Mannschaft, die in meinen Augen bereits jetzt eine gestandene Bezirksliga-Truppe ist, gut mitgehalten.“
Zur Realität gehört allerdings auch, dass Zell mit dem nur knapp verpassten Aufstieg in der Vorsaison und einem Kantersieg im Gepäck mit mächtig breiter Brust anreist und die Hausherren vor eine Mammutaufgabe stellen wird. Personell muss Schwald bei seiner „Schwaneölf“ auf Etienne Walch, Youngster Timo Treiber und Youssouf Touré verzichten. Akeem Gerspacher und Neuzugang Maximilian Batt sind noch fraglich.
Wohingegen Held auf Seiten der Blau-Weißen nahezu aus dem Vollen schöpfen kann. Lediglich die Langzeitverletzten Yannick Klucker und Jonas Domagala stehen nicht zur Verfügung. Ob diese Vorzeichen reichen, um den Zellern auch in dieser Spielzeit Paroli bieten zu können, bleibt also abzuwarten.