Abenteuer Oberliga beginnt
: Für die Rottweiler Basketballer geht’s nur um den Klassenerhalt

Nach zwei Aufstiegen in zwölf Monaten geht es für die Rottweiler Werwölfe mit dem Abenteuer Oberliga los. Zum Auftakt sind sie klarer Außenseiter.
Von
Holger Rohde
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Freuen sich auf die neue Saison in der Oberliga: Die Rottweiler Werewolves.

TSV Rottweil Werewolves

TSV Rottweil Werewolves – BBU’01 Ulm 2 (Samstag, 18 Uhr). Zur Premiere in der sechsten Liga bekommt es der Aufsteiger aus Rottweil direkt mit einem unberechenbaren Team aus dem Mittelfeld der Vorsaison zu tun.

Die sportlichen Ziele sind in einer Liga mit elf Gegnern, 22 Partien und gleich vier Reserveteams von höherklassigen Vereinen bescheiden und klar formuliert: „Für uns geht es um den Klassenerhalt“, sagt TSV-Trainer Gerold Neher klar.

Der Coach, der sich im Sommer selbst einer Hüft-Operation mit anschließender Reha unterziehen musste, warnt vor dem Auftaktgegner: „Ulm hat ein breites Reservoir an Mannschaften und NBBL-Nachwuchsspielern. Zudem fehlen uns etliche Akteure.“

Beim Heimauftakt gegen Ulm stehen den Rottweilern nur sieben Spieler zur Verfügung, auf die anstrengende 40 Minuten ohne viele Wechselmöglichkeiten mit einer kleinen Rotation warten. „Durch Urlaub und Beruf fallen uns immer wieder Spieler aus“, werden Niko Rapljenovic, Valentino Siino, Immanuel Schirling, Karalampos Kiriakidis fehlen.

BigMan und Ex-Profi Davor Barovic oder Top-Scorer Luca Rauschenberger stehen indes zur Verfügung. „Etwas ärgerlich war, dass wir viele Absagen bekamen, um Testspiele zu machen. Daher haben wir nur gegen intern unsere eigene U18 gespielt und dann noch mit sieben Mann in kleiner Besetzung gegen die TSG Balingen Falcons 62:61 gewonnen – nach einer 16-Punkte-Führung in der ersten Halbzeit“, sagt der Headcoach.

Schwierige Personallage

Der einzige Neuzugang Nico Janzen (20) kam von den Black Forest Panthers aus Schwenningen, wo er zuletzt in der 4. Liga im Regionalliga-Kader stand und bei den Herren II bereits Oberligaluft schnupperte. Der Aufbau- und Flügelspieler soll in der Oberliga Spielpraxis sammeln. Nehrer sagt: „Er hat sich sehr gut integriert und ist im Back-Court eine Verstärkung. Leider haben sich andere Neuzugänge nicht realisieren lassen.“

Indes wird Center Mika Köhnen zwar am Anfang der Saison noch in Rottweil sein, geht im Herbst jedoch zum Studieren nach München. Charalampos Kiriakidis ist in der Zwischenzeit Co-Trainer der TSG Reutlingen Ravens in der 1. Regionalliga und Trainer der U18 der Reutlinger. „Er wird nur mit Einschränkungen weiter für uns spielen“, zeigt Neher auf. Emile Mugabo muss zudem nach einer Knie-Operation im Sommer aktuell noch pausieren. Dagegen ist Routinier Tobias Lux nach überstandener Achillessehnen-Verletzung und mehreren Monaten Pause wieder eingestiegen. „Er braucht noch etwas Zeit.“

Schwabo Powerplay
Freitag um 12.00 Uhr
Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.