29. Albstadt Bike-Marathon: Tobias Steinharts großer Triumph

Der Wheelie ist mittlerweile ein Klassiker an der alten Onstmettinger Sprungschanze.
KaraDas ist eine große Überraschung: Bei der 29. Auflage – in 30 Jahren Albstadt Bike-Marathon – überquerte der 27-Jährige, der ursprünglich aus Rottweil stammt, nach 2:49,54 Stunden die Ziellinie am Mazmannplatz und stand somit ganz oben auf dem Podest. Mit der Startnummer 17 war er bei bestem Radsportwetter auf die 82 Kilometer lange Strecke gegangen. Es lief optimal für den RSG-Fahrer, so auch am publikumsträchtigen Hotspot „alte Onstmettinger Skischanze“-
Etwa bei Kilometer 60 passierte er gemeinsam mit Topfavorit Markus Kaufmann die Römerstraße in Lautlingen. Die dort versammelten Radsportfans feuerten die beiden frenetisch an. Seit über zehn Jahren versammeln sich an der besagen kleineren Steigung im Eisental die Anfeuerungswütigen und geben den Mountainbiker so den Extra-Motivationskick.
Bier und gute Laune
Gastgeber Reinhard Freund sagte: „Es ist emotional anstachelnd. Wir unterstützen alle, vom ersten bis zum letzten Fahrer, in gleicher Weise.“
Knapp 20 Kilometer waren es vom Eisental noch bis ins Ziel. Auf den letzten Kilometern machte Marek Sülzle vom Team Bergankunft Boden gut und lieferte sich auf der Zielgeraden noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Markus Kaufmann. Schließlich wurde es Platz drei für Marek Sülzle.
Quartett in den Top Ten
Auf Platz vier bis zehn folgten Lukas Koller, Uwe Hardter, Niklas Scherer, Levin Winz, Thomas Schwabenthan, Gabriel Sindlinger und Florian Fink. Damit landeten vier Fahrer des Teams Dowe Simplon der RSG Zollernalb unter den Top Ten.
Bei den Frauen war Birgit Wittmann über die Langstrecke mit 3:41,21 Stunden die schnellste Teilnehmerin. Viereinhalb Minuten hinter ihr folgte Lokalmatadorin Iris Bächle, vor Elisabeth Egerter. In der Kategorie Tandem hatte wieder das routinierte Duo Marco Schlüter und Norbert Hirt die Nase vorn.
E-Biker mischen mit
Rund 1700 Teilnehmer hatten sich am Vormittag auf den beschwerlichen Weg gemacht, darunter auch etliche E-Biker, die zum überwiegenden Teil die Kurzstrecke ab Onstmettingen wählten.
Ultimative Herausforderung
Was den ältesten deutschen Bike-Marathon auszeichnet, ist auch die Konkurrenz in der Marathon-Hobbyklasse. Hier waren Fahrer am Start, die bereits seit vielen Jahren den „Bike“ mitfahren. So war es beim Ebinger Jochen Maute die elfte Teilnahme. Für andere war es die ultimative Herausforderung, so für Davide Schairer, der sich an der Seite seines Coaches Rainer Schairer durchbiss. Vor einem Jahr wagte er nicht mal von einer Teilnahme zu träumen, jetzt finishte er in 4:53,16 Stunden als 148. der Klasse Marathon Hobby Master 1.