Anzeigen: 50 Jahre Stegmüller Kaminoflex: „Qualitätsprodukte zu einem fairen Preis“

Sie tragen mit Verantwortung bei Steegmüller Kaminoflex (von links): Produktionsleiter Pasa Kangalli, Geschäftsführer Antonio Cervino und Produktionsleiter Plinio Cervino.
Jochen SchwilloGegründet wurde der Schwenninger Betrieb am 1. April 1976 von Heinz Steegmüller, damals noch in einer Garage. Mit zwei Mitarbeitern fertigte er Schornsteineinsatzrohre und Zubehör, ein eigener Lkw sorgte für die pünktliche Auslieferung. „Kontinuität und Flexibilität haben das Unternehmen von Anfang an geprägt“, sagt Geschäftsführer Antonio Cervino. „Darauf bauen wir bis heute auf.“
Rasantes Wachstum Anfang der 1980er Jahre
Schon wenige Jahre später wuchs der Betrieb rasant. 1980 entstand im Industriegebiet Ost der Neubau in der Heinkelstraße 15. Im Jahr 1981 folgte der Umzug in die 700 Quadratmeter große Produktionsstätte mit 20 Mitarbeitenden. 1984 wurde erstmals erweitert, die Fläche wuchs auf 1450 Quadratmeter, das Team auf 40 Beschäftigte. Bis 1990 kamen weitere Anbauten hinzu, insgesamt standen nun 5.250 Quadratmeter zur Verfügung. „Stegmüller war einer der ersten Hersteller, die flexible Edelstahlrohre und später doppelwandige Elementschornsteine auf den Markt brachten“, erklärt Cervino. „Das hat die Branche verändert.“ Auch organisatorisch ging es voran: Die Auftragsannahme wurde auf EDV umgestellt, die Belegschaft wuchs auf rund 100 Mitarbeitende.

Der Firmensitz von Steegmüller Kaminoflex in der Heinkelstraße 15 im Industriegebiet Ost in Villingen-Schwenningen.
Steegmüller KaminoflexSynergien aus strategischer Neuausrichtung
Mit dem Eintritt in die italienische Expo Inox Group vor einem Jahr hat sich das Unternehmen strategisch neu ausgerichtet. Produkte, die früher nicht angeboten werden konnten, kommen nun aus Italien, zudem entstehen Synergien im Einkauf und in der IT. „Wir profitieren enorm davon, Teil einer europaweit tätigen Gruppe zu sein“, betont Cervino. Für die kommenden Jahre hat Stegmüller Kaminoflex klare Ziele: Das Produktportfolio soll vollständig ausgebaut, die Digitalisierung weiter vorangetrieben und der Marktanteil in Deutschland deutlich erhöht werden. „Stegmüller war einmal einer der großen Namen der Branche“, so Cervino. „Wir haben in den 2000er Jahren etwas an Sichtbarkeit verloren. Jetzt holen wir auf. Mit der Gruppe im Rücken, mit moderner Technik und einem starken Team wollen wir wieder dorthin, wo wir früher waren – und gleichzeitig die Werte bewahren, für die unser Name seit 50 Jahren steht.“
Bekenntnis zur Heimat trotz aller Veränderungen
Heute verfügt Stegmüller über 7.000 Quadratmeter Produktions und Lagerfläche, eine eigene Lkw-Flotte mit acht Fahrzeugen und einen Maschinenpark mit modernster Lasertechnologie. Alle Produkte sind CE-zertifiziert. Außerdem wurde ein Schachtsystem aus Vermiculit für Neubau und Sanierung eingeführt. „Wir haben uns immer weiterentwickelt, aber nie unsere Wurzeln vergessen“, sagt Cervino. „Wir stehen zu unserer Heimat – dem Standort Schwarzwald.“ Trotz aller Veränderungen bleibt die Unternehmensphilosophie klar: „Unser Anspruch ist es, Qualitätsprodukte zu einem fairen Preis zu produzieren“, so Cervino. „Kompetenz, Flexibilität und Freundlichkeit sind für uns selbstverständlich. Beständigkeit, Kontinuität und Verantwortungsbewusstsein – das ist es, was Stegmüller ausmacht.“ Besonders wichtig sei der Umgang mit den Kunden: „Wir setzen auf langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit.“ Die Branche selbst steht unter Druck. Wärmepumpen und neue Heiztechnologien verändern den Markt. Cervino bleibt dennoch optimistisch: „Natürlich wird der Markt kleiner. Aber es wird immer Anwendungen geben, für die Abgas- und Ablufttechnik gebraucht wird. Wir sind eine Nische – aber eine stabile.“ Entscheidend sei, flexibel zu bleiben und Qualität zu liefern. „Wir sparen nicht am Material. Wir wollen nicht die Billigsten sein, sondern die, auf die man sich verlassen kann.“
Zweites Standbein gibt zusätzliche Sicherheit
Ein zweites Standbein hat sich Stegmüller in der Blechverarbeitung für den regionalen Sondermaschinenbau aufgebaut. „Viele Maschinenbauer lassen Serienteile im Ausland fertigen, aber Einzelteile lohnen sich dort nicht. Genau da kommen wir ins Spiel“, sagt Cervino.

Interessante Einblicke in die Produktion – die wird es auch im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten geben.
Jochen SchwilloErfahrung trifft auf Nachwuchs
Die Belegschaft gilt bei der Firma Stegmüller Kaminoflex von jeher als große Stärke. Mehrere Mitarbeitende sind schon seit über 30 oder sogar 40 Jahren im Unternehmen. Gleichzeitig setzt Geschäftsführer Antonio Cervino bewusst auf junge Kräfte und Quereinsteiger. Drei Ausbildungsberufe werden angeboten: Industriekaufleute, Lagerlogistik und Konstruktionsmechanik. Auch Umschüler und Praktikanten erhalten regelmäßig eine Chance. „Jeder kann etwas lernen. Aber Fleiß und Haltung – das bringt man mit oder nicht.“
Das runde Jubiläum wird gebührend gefeiert
Das Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen wird bei Stegmüller Kaminoflex mit einer großen Veranstaltung in der Neckarhalle gefeiert. Eingeladen sind Kunden, Lieferanten und langjährige Partner. Neben einer Ausstellung der Produktpalette sind Werksführungen geplant. Für die Belegschaft ist ein gemeinsamer Abend vorgesehen, ein separates Sommerfest folgt später.






