Anzeige: 100 Jahre Friseursalon Andreas in Lörrach

Das Team des Salons Andreas mit Ingrid Philipp (rechts), Sohn Dominik (Vierter von links) und der langjährigen Kundin Christel Lantsch (Mitte)
Salon AndreasViel Freude und eine ordentliche Portion Stolz sind dieser Tage im Friseursalon Andreas in der Alten Mühlestraße in Lörrach-Tumringen spürbar. Der traditionsreiche Familienbetrieb feiert sein 100-jähriges Bestehen – und damit ein ganzes Jahrhundert Lörracher Frisurengeschichte. Gefeiert wird das Jubiläum am Samstag, 20. Juni, beim Tag der offenen Tür von 11 bis 15 Uhr. Kundinnen und Kunden, Freunde und Wegbegleiter sind eingeladen, mit dem Team auf bewegte Jahrzehnte zurückzublicken.
In vierter Generation geführt
Die Geschichte des Hauses beginnt am 14. Juni 1926. Damals eröffnete Firmengründer Hermann Andreas Senior seinen ersten Salon in der Teichstraße und legte damit den Grundstein für ein Unternehmen, das heute in vierter Generation geführt wird. 1935 zog der Salon nach Tumringen in die Untere Ortsstraße um. 1955 übernahm Sohn Hermann Junior das Geschäft.
Besuch vom Bundespräsidenten
Die 1950er-Jahre standen im Salon Andreas für Aufbruch und Modebewusstsein. Wenn Bundespräsident Theodor Heuss seinen Sohn in Lörrach besuchte, ließ er sich im Hause Andreas frisieren. Davon zeugen bis heute Fotografien, die im Salon sorgsam aufbewahrt werden. In den 50ern ließ sich Hermann Andreas Junior zudem als erster Friseur in Lörrach von dem Erfinder der „Lockwell“-Technik schulen, was ihm einen regen Zulauf aus nah und fern bescherte.
Manche Kundengeschichte ist ebenso eindrucksvoll: Christel Lantsch etwa kam 1950, im Jahr ihrer Einschulung, zum allerersten Haarschnitt zu Firmengründer Hermann Andreas.
Jüngste Friseurmeisterin Deutschlands
Seit 1961, so erzählt die heutige Seniorchefin Ingrid Philipp, kommt die treue Kundin jede Woche in den Salon. Alle vier Generationen der Familie Andreas beziehungsweise Philipp haben Christel Lantsch über die Jahrzehnte frisiert. 1974 trat Tochter Ingrid offiziell in den elterlichen Betrieb ein und machte rasch mit außerordentlichen fachlichen Leistungen auf sich aufmerksam.
Sie wurde mehrfach internationale Preisträgerin sowie Kammer- und Landesmeisterin in Baden-Württemberg. 1980 legte sie im Alter von nur 19 Jahren als damals jüngste Friseurmeisterin Deutschlands ihre Meisterprüfung ab. 1989 übernahm sie das Geschäft offiziell. Bereits 1979 war der Salon an seinen heutigen Standort in der Alten Mühlestraße 19 umgezogen.
Profis für Zweithaar
Prägend wurde in den folgenden Jahren vor allem ein Bereich, der bis heute zu den besonderen Stärken des Hauses gehört: Zweithaar. Durch Ingrid Philipps Arbeit am Theater Basel, wo sie abends viele namhafte Schauspielerinnen und Schauspieler für die Bühne frisierte, wuchs die Erfahrung mit Perücken und Haarersatz stetig. Heute bietet der Salon längst nicht nur modische Perücken, sondern auch moderne Haarsysteme für Männer und Frauen mit jeder Form von Haarausfall, etwa bei Alopezie oder infolge einer Chemotherapie. Besonders wichtig ist der Familie Philipp eine sorgfältige Beratung und Diskretion: Die Anpassung erfolgt in separaten Räumen, auch ein separater Eingang ist vorhanden. Mit Sohn Dominik Philipp trat 2005 die vierte Generation in den Betrieb ein. Auch er war fasziniert vom Wettbewerb und frisierte erfolgreich international. Freizeit war in dieser Zeit kein Thema.
So hieß es jeden Sonntag um 5 Uhr aufstehen und nach Stuttgart zum Training zu fahren. Gemeinsam mit seiner Mutter professionalisierte er den Zweithaarbereich weiter.
Der Salon ist Mitglied im Bundesverband der Zweithaarspezialisten und hat durch seine Präqualifizierung die Berechtigung, direkt mit allen Krankenkassen abzurechnen. Für viele Betroffene ist das eine enorme Erleichterung, sie wissen ihre Anliegen in ebenso fachkundigen wie sensiblen Händen.
Auch in jüngerer Zeit hat sich der Betrieb weiterentwickelt. Während der Corona-Zeit kam eine Filiale in der Gevita-Seniorenresidenz hinzu – ein Angebot, das von den Seniorinnen und Senioren vor Ort sehr geschätzt wird. Pünktlich zum Jubiläum wurde der Stamm-Salon in Tumringen komplett renoviert.