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: Wildberger Schäferlauf: Die hohe Kunst eine Schafherde anzuleiten

AnzeigeDas Highlight am Samstag, 18. Juli, ist das Leistungshüten des Landesschafzuchtverbandes am Sulzer Eck.
Von
Margrit Helber
Wildberg
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Im Zusammenspiel mit dem Hund leitet der Schäfer die Herde an.

Im Zusammenspiel mit dem Hund leitet der Schäfer die Herde an.

Jacqueline Geisel

Ab 8 Uhr zeigen Schäfer das Zusammenspiel mit ihren Hunden sowie die Kunst, eine Schafherde anzuleiten. Hier bekommen Zuschauer einmalige Einblicke in traditionelle Bestandteile der Schafhaltung – und das umgeben von traumhafter Natur.

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Gegen 13 Uhr findet die Siegerehrung des erfolgreichsten Mensch-Hund-Gespannes statt. Für die Bewirtung während des Leistungshütens sorgt der TSV Wildberg, Unterhaltung bringt die Weilheimer Lomba-Kapelle mit.

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In diesem Jahr steht das Leistungshüten zudem unter einem besonderen Stern: Die Vereinten Nationen haben 2026 zum internationalen Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums erklärt. So wollen sie auf wichtige Themen aufmerksam machen, die alle auf dieser Welt betreffen.

Die Ideengeber wollen den wichtigen Beitrag von Weidelandschaften und Hirten für Ernährungssicherheit, Wirtschaft, Ökosystemleistungen, Klimaresilienz und Kultur sichtbar machen.

Es soll eine wissenschaftlich fundierte Politik für heutige und künftige Generationen gefördert werden. Auch die Mobilisierung der Menschen, damit sie die neuen Chancen im Bereich der Weidelandschaften und des Pastoralismus nutzen, gehört zu den Zielen. Zudem erhoffen sich die Verantwortlichen eine Steigerung nachhaltiger und ethisch vertretbarer Investitionen in Weidelandschaften und die Lebensgrundlagen von Hirten.

Weidelandschaften sind Gebiete, in denen die natürliche Vegetation hauptsächlich aus Gräsern, Kräutern oder Sträuchern besteht und die von Vieh und Wildtieren beweidet werden.

Weideland ist gefährdet

Wildberg ist von zahlreichen solcher Flächen umgeben. Der Begriff Hirten beschreibt Menschen, die als Haupterwerbsquelle Weidetiere auf natürlich wachsenden Pflanzen in extensiven Landnutzungssystemen halten, die in der Regel ein gewisses Maß an Mobilität der Tiere beinhalten. Diese Definition trifft auf Stadtschäfer Karl-Martin Bauer sowie die Schäfereien Kleinbeck und Schill in Gültingen zu.

Weideland bedeckt mehr als die Hälfte der Landfläche der Erde – und ist dennoch das am meisten gefährdete und am wenigsten geschützte Ökosystem. Es ist die Lebensgrundlage von 500 Millionen Menschen und weiteren zwei Milliarden Menschen entlang der Wertschöpfungsketten. Hirten nutzen ihr Vieh, um Vegetation, die vom Menschen nicht verzehrt werden kann, zu verwerten und damit gleichzeitig die Landschaft zu pflegen und einen Lebensraum für zahlreiche bedrohte Arten zu erhalten. Sie spielen damit eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Bereitstellung von Ökosystemleistungen. Beispielsweise kann Weideland erhebliche Mengen an Kohlenstoff binden.

Der Landesschafzuchtverband würdigt das Aktionsjahr mit einer dreitägigen Veranstaltung vom 10. bis 12. September, die mit Unterstützung der Stiftung Naturschutzfonds und in Kooperation mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb durchgeführt wird. Kombiniert wird die Veranstaltung mit einem etwas anderen Jubiläum: 240 Jahre spanische Merinoschafe in Münsingen.

Weitere Informationen zum Leistungshüten gibt es unter kurzlinks.de/9ilf

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