Anzeige: „Neues“ historisches Rathaus

Ein Denkmal erstrahlt in neuem Glanz.
Jacqueline GeiselMit dem Abschluss der Sanierung und Modernisierung des Denkmals ist der erste Baustein der Neukonzeption der Ortsmitte fertiggestellt.
Die Sanierung und Modernisierung des Gültlinger Rathauses hatte zum Ziel, das historische Gebäude für die Zukunft zu erhalten, vielseitig nutzbar zu machen und zu einem Ort der Begegnung zu machen. Dank des Einsatzes der Planer und Handwerksfirmen, des Engagements von Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie der Zuschüsse von Bund und Land ist dies nun gelungen.
Das Gültlinger Rathaus dürfte ab 1799 bis etwa 1804 errichtet sowie im 19. und 20. Jahrhundert mindestens dreimal umgebaut worden sein. Diese Daten haben Untersuchungen im Vorfeld der Sanierung bestätigt. Ursprünglich diente es als Pfarrhaus, ehe die Ortsverwaltung dort einzog. Eine Maßnahme an einem so geschichtsträchtigen Gebäude hat Stadtverwaltung, Gemeinde- und Ortschaftsrat sowie die beauftragten Planer entsprechend ausgiebig beschäftigt. Auch die künftigen Nutzer wurden in den Prozess einbezogen. Denn dank des Umbaus müssen Vereine und Institutionen nun nicht mehr auf mehrere, teils in die Jahre gekommene Räume im Stadtteil ausweichen, wenn sie beispielsweise eine Probe, Versammlung oder Besprechung abhalten. Dadurch konnte das stark sanierungsbedürftige Gebäude im „Kapellenberg“ verkauft werden. Es wird mittlerweile durch einen privaten Investor saniert. Aus dem Rathaus ist – samt dem neu gestalteten Vorplatz – ein Ort für Begegnung, Gemeinschaft und Kultur geworden.
Foyer mit Fahrstuhl für einen barrierefreien Zugang
Die wohl größte Veränderung war die Verlegung des Eingangs auf die Rückseite des Gebäudes, inklusive Anbau eines Foyers mit Fahrstuhl für einen barrierefreien Zugang. Im Erdgeschoss wurde ein Archivraum zu einer Küche umgebaut. Außerdem wurden die sanitären Anlagen grundhaft saniert. Im ersten Obergeschoss erfolgte eine Neueinteilung der Räume. Dadurch ist ein Multifunktionsraum zur vielseitigen Nutzung für Vereine und Gruppen entstanden. Auch hier ist nun eine Küche zu finden, sodass in kleinem Rahmen Bewirtung bei Treffen und Veranstaltungen möglich ist. Zudem konnten ein Besprechungsraum und ein Büro für den Ortsvorsteher geschaffen werden. Das erste Dachgeschoss dient weiterhin als Archiv.
Die umfangreiche Maßnahme konnte in rund 18 Monaten abgeschlossen werden. Der Kostenanteil für die Stadt hielt sich dank der Förderung aus dem Sanierungsgebiet und dem Ausgleichstock in Grenzen: Von insgesamt rund 2,4 Millionen Euro Projektkosten muss Wildberg rund 600.000 Euro selbst aufbringen.

Das neue Rathaus ist ein Ort der Begegnung.
Jacqueline GeiselIm Rahmen des Stadtentwicklungsprozesses ging es unter anderem um die Frage, wie historische Gebäude, die insbesondere in den Ortsmitten zu finden sind, erhalten und künftig genutzt werden können. Mit der Sanierung des Rathauses in Gültlingen konnte eines der Ziele, die sich Stadtverwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft beim STEP N! 2035 gesteckt haben, erfüllt werden.
Als nächster Schritt hin zur neuen Gültlinger Mitte steht die Ertüchtigung des Feuerwehrhauses an. Sobald damit begonnen wird und die Module der Kita dafür weichen müssen, können die neuen Räume im Rathaus zudem übergangsweise für die Betreuung genutzt werden.







