Anzeige
: Neubau Bürgerzentrum Simmersfeld

AnzeigeZur Einweihung des neuen Gebäudes findet am 5. Juli ab 11 Uhr eine Dorfhocketse statt
Von
Margrit Helber
Simmersfeld
Jetzt in der App anhören
Der Rathauschef und das  Verwaltungsteam sind bereits vor wenigen Wochen in das neue Verwaltungsgebäude in der Ortsmitte gezogen.

Der Rathauschef und das Verwaltungsteam sind bereits vor wenigen Wochen in das neue Verwaltungsgebäude in der Ortsmitte gezogen.

Ralf Recklies

Mit dem Umzug ins Bürgerzentrum ist das Simmersfelder Rathaus mit Bürgersaal als zentraler Ort der Kommune wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

„Simmersfeld wird künftig wieder eine gut wahrnehmbare und attraktive Ortsmitte haben“, freut sich Bürgermeister Jochen Stoll. Mit seinem Verwaltungsteam ist Stoll bereits vor wenigen Wochen aus dem alten Rathaus an der Gartenstraße in das neue Verwaltungsgebäude an der Otto-Kaltenbach-Straße gezogen. „Den Umzug haben wir mit Unterstützung des Bauhofs ohne Umzugsfirma realisiert“, berichtet Bürgermeister Jochen Stoll, der aus seinem Büro künftig sowohl den Dorfplatz und das Simmersfelder Festspielhaus an der Altensteiger Straße im Blick hat, als auch die gegenüber des Bürgerzentrums stehende Johanneskirche, die nur die Otto-Kaltenbach-Straße vom neuen Dorfplatz trennt.

Großzügige und offene Gestaltung

Für Stoll ist der Umzug der Gemeindeverwaltung ein wichtiger Schritt, um das Rathaus mit Bürgersaal als zentralen Ort der Kommune wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Dieses Ziel hat auch das im Freudenstädter Ortsteil Dietersweiler beheimatete Architekturbüro Lieb verfolgt. Ganz bewusst hat Architekt Gerhard Lieb, der den Wettbewerb für den Neubau des Bürgerzentrums mit seinem Büro gewonnen hat, flankiert von der Johanneskirche und dem Gasthaus Anker, großzügig und offen gestaltet – das Bürgerzentrum selbst wurde mit zwei Baukörpern realisiert, die sich hervorragend in den Bestand einfügen, dennoch aber ihre Eigenständigkeit demonstrieren.

Hell und freundlich: Das Treppenhaus im neuen Bürgerzentrum.

Hell und freundlich: Das Treppenhaus im neuen Bürgerzentrum.

Lieb Architekten

„Durch die Anordnung der beiden Baukörper wird die Größe und Proportion des Platzes definiert. Gleichzeitig werden die Johanneskirche und das Gasthaus Anker selbstverständlich in die Platzsituation integriert und zu prägenden Bestandteilen des neuen Dorfzentrums“, heißt es in einer Beschreibung des Architekturbüros zum Projekt. „Die Stellung der Gebäude gewährleistet darüber hinaus eine gute Wahrnehmbarkeit und Präsenz des Rathauses zur Altensteiger Straße hin.“

Bewusst hat sich das Architekturbüro Lieb bei der Planung des neuen Bürgerzentrums an der benachbarten zweigeschossigen Bebauung mit Satteldächern orientiert. Diese Struktur wurde bei der Neuplanung aufgegriffen und zeitgemäß interpretiert – mit Sichtbeton und Holz. „Ziel war es, ein Gebäude zu schaffen, das sich selbstverständlich in das Ortsbild einfügt und gleichzeitig eine eigene Identität entwickelt“, erklärt Architekt Gerhard Lieb, der mit seinem Team schon viele öffentliche Gebäude realisiert hat.

Ziel war es, ein Gebäude zu schaffen, das sich selbstverständlich in das Ortsbild einfügt und gleichzeitig eine eigene Identität entwickelt
Gerhard Lieb
Architekt

Der konstruktive Aufbau mit einem massiven Betonsockel und den darüber liegenden Obergeschossen in Holzbauweise leite sich aus den ortstypischen Bauformen und Materialien der Bestandsgebäude ab. „So entsteht eine Architektur, die sowohl die regionale Bautradition aufnimmt als auch den Anspruch an ein modernes und nachhaltiges Gebäude erfüllt“, so Lieb.

Während die ebenfalls im Bürgerzentrum untergebrachte Arztpraxis ihren Zugang über die Rückseite des Gebäudes hat, liegt der Haupteingang des Bürgerzentrums im Zentrum und damit am Schnittpunkt der beiden Gebäudeaußenseiten Richtung Dorfplatz.

„Der Eingang ist dadurch für alle leicht auffindbar und bildet einen einladenden Zugang zum Bürgerhaus“, erläutert Lieb. Beim Betreten des Gebäudes gelangen die Besucher in das Foyer, von dem aus man ins Rathaus, in den Bürgersaal oder die im Erdgeschoss barrierefrei zugängliche Arztpraxis gelangt.

Die großzügige, zweigeschossige Eingangshalle wird von der offenen Treppe geprägt, welche die Ebenen miteinander verbindet. Großzügige Verglasungen eröffnen Ausblicke über die umgebenden Wiesen bis hin zur Schwäbischen Alb. Ziel der Planer war es, in dem multifunktional nutzbaren Foyer Begegnungsräume zu schaffen, die insbesondere bei Veranstaltungen angenehme Aufenthaltsbereiche für Gespräche und den Austausch zwischen Gästen, Bürgerinnen und Bürgern sowie den Mitarbeitenden der Verwaltung bieten. Der Bürgersaal, der auch als Sitzungssaal genutzt wird, wurde als Ort der demokratischen Kultur offen und sichtbar gestaltet. Er wurde daher ganz gezielt so gestaltet, „dass Einblicke und Bezüge zum öffentlichen Raum möglich sind“, erklärt der Architekt. Der hohe, bis in den Dachfirst offene Bürgersaal wurde mit einer Holzrahmenkonstruktion realisiert, die ohne aussteifende Verbände oder Seilunterspannungen auskommt.

Der Blick auf die klare Dachstruktur und die zurückhaltend gestaltete Beleuchtung bleibt dadurch frei. Dem Raum wird zudem eine besondere Atmosphäre verliehen: schlicht und warm, gleichzeitig aber auch erhaben und repräsentativ. Großen Wert hat Gerhard Lieb zudem darauf gelegt, dass es eine klare Verbindung zwischen dem Leben auf dem Dorfplatz und den Veranstaltungen im Bürgersaal gibt.

Der Bürgersaal des neuen Bürgerzentrum Simmersfeld, der auch als Sitzungssaal für den Gemeinderat dient.

Der Bürgersaal des neuen Bürgerzentrum Simmersfeld, der auch als Sitzungssaal für den Gemeinderat dient.

Lieb Architekten

Feste, Versammlungen und Begegnungen sollen nach außen wirken und Teil des öffentlichen Lebens sein. Gleichzeitig vermittle die Lage des Saals im Obergeschoss den Nutzerinnen und Nutzern aber auch ein Gefühl von Geborgenheit und Konzentration, „ohne den Bezug zum Ort zu verlieren“, wie der Architekt in der Beschreibung des Gebäudes deutlich macht.

„Wir bringen die Dorfhocketse ins Zentrum unseres Ortes zurück“

Jochen Stoll, Bürgermeister von Simmersfeld

Programm zur Dorfhocketse am 5. Juli im Überblick

Am Sonntag, 5. Juli, feiert Simmersfeld die Eröffnung des neuen Bürgerzentrums mit einem großen Straßenfest rund um die Ortsmitte und in der Otto-Kaltenbach-Straße. Damit lebt eine schöne Tradition wieder auf und bringt die Simmersfelder Dorfhocketse zurück. Altbewährtes trifft auf neue Ideen – genau das macht den besonderen Charme dieses Festes aus. Die gesamte Bevölkerung ist herzlich eingeladen, diesen besonderen Tag gemeinsam mit der Verwaltung zu feiern.

11 Uhr Ökumenischer Festgottesdienst auf dem neuen Dorfplatz (bei schlechtem Wetter in der Johanneskirche)

12 – 17:30 Uhr Verpflegungsstände und Hocketse am Bürgerzentrum (Bewirtung durch die örtlichen Vereine)

13 – 16 Uhr Kaffee und Kuchen im Bürgersaal

13 – 17 Uhr Spielstationen entlang der Otto-Kaltenbach-Straße (insbesondere für Kinder; betrieben von örtlichen Vereinen und Gruppen). „Laufzettel“ erhältlich für 5 Euro. Gilt für unter anderem für Torwandschießen, Heißer Draht, Hau den Lukas, Wasserballschleuder, Dosenwerfen und viele mehr. Außerdem gibt es weitere Spiel- und Beschäftigungsangebote mit vielen Gewinnmöglichkeiten.

12 – 16 Uhr Kirchturmbesteigung ab 13 Uhr Rathausführungen

15 Uhr Theateraufführung im Bürgersaal: „Das neue Rathaus“ mit Bürgermeister Stoll und Altbürgermeister Feeß

Essen und Trinken  werden zu familienfreundlichen Preisen angeboten. Entsprechende Guthabenkarten sind vor Ort erhältlich. Der verbleibende Erlös nach Abzug aller Kosten kommt den mitwirkenden Vereinen und Gruppierungen zugute.

Parken Die Verwaltung rät dazu, das Fest nach Möglichkeit zu Fuß zu besuchen. Ansonsten wird auf die örtlichen Parkplätze verwiesen. Zusätzlich werden Parkplätze auf der Wiese entlang der Gartenstraße und auf der Grünfläche zwischen Anker und Fünfbronner Straße ausgewiesen. Die Otto-Kaltenbach-Straße wird für den Verkehr gesperrt.