Gemeinderat Kleines Wiesental: Schindeln, Blech oder Ziegel für die Fischerhütte?

Viel Platz nahm die Diskussion im Gemeinderat Kleines Wiesental zur Gestaltung der Dacherneuerung der Fischerhütte am Nonnenmattweiher ein
Gerald NillZur Debatte standen Schindeln, Blech oder Ziegel. Da hatte jedes Gemeinderatsmitglied eine Meinung zu.Hauptamtsleiterin Claudia Brachlow listete auf, was die unterschiedlichen Bedachungen kosten: Schindeln 30 000, Ziegel 17 000, Blech 26. 00 Euro. Wobei allen klar war, dass Schindeln nur eine begrenzte Lebensdauer haben. 25 Jahre, maximal 30 Jahre. Neuenwegs Ortsvorsteherin Constanze Schmies gab das Votum ihre Gremiums bekannt. Der Ortschaftsrat habe sich klar für Schindeln ausgesprochen, um den schwarzwaldtypischen Charakter zu erhalten und der touristischen Bedeutung des Objekts am Nonnenmattweiher Rechnung zu tragen.
Den Schwarzwaldtypischen Charakter erhalten
Gemeinderat Matthias Leisinger schloss sich der Meinung an. Die „ästhetische Komponente“ überwiege und man könne die Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung am Nonnenmattweiher sinnvoll verwenden. Eher praktisch dachte Gemeinderat Daniel Dreher aus Sallneck: „Ziegel hält am längsten.“ Und die Optik gebe es in ansprechenden Farben. Silke Meier aus Raich regte an, das Sondervermögen anzuzapfen. Dem widersprach Bürgermeister Stefan Niefenthaler später, weil es schnell gehen soll. Brigitte Schwarzwälder, Gemeinderätin aus Wies, bezeichnete die Fischerhütte als „Juwel im Kleinen Wiesental“. Sinnvoll sei deshalb die teurere aber schönere Variante mit Schindeln. „Ganz viele Emotionen der Bevölkerung hängen daran“, argumentierte Schwarzwälder. Bürgermeister Stefan Niefenthaler meinte zwar: „Die Optik eines Daches wird allgemein überbewertet.“ Aber die Diskussion ging munter weiter. Der neue Ortsvorsteher aus Wies, Christian Vollmer, sagte, es gebe auch schöne Ziegel-Imitate aus Blech. Daniel Dreher widersprach: „Bei Blech hörst Du stark, wenn’s regnet.“ Leisinger wollte wissen, ob eine Blech-Bedachung im Naturschutzgebiet überhaupt zulässig sei. Constanze Schmies legte noch ein weiteres Argument nach, für die Schindeln: Die „Förderung des heimischen Handwerks und eines Kulturguts“. Sie gab auch zu bedenken, dass die örtliche Bevölkerung wohl kaum Verständnis für eine billige Lösung aufbringen würde.
Gemeinderat spricht sich für Schindeln aus
Am Ende sprach sich der Gemeinderat für die Schindeln aus. Bürgermeister Niefenthaler informierte, dass die Sanierung der Fischerhütte noch in diesem Jahr durchgeführt wird. Hoffentlich in einer Nebensaison, merkte Werner Schwald abschließend an.