Musikverein Gersbach: Eine Registerparade voller Klangfarben

Bei der Ehrung (v. l.): Vorsitzender Simon Kiefer, die Bezirksvorsitzende Ursula Meyer, Benjamin Ühlin, Manuel Stark, Anika Schmid, Jan Ühlin sowie Marvin Walter.
zVg/Lena DeißDie Bergkopfhalle war am Samstagabend fast vollständig gefüllt, als der Musikverein „Harmonie“ Gersbach zu seinem Jahreskonzert unter dem Motto „Eine Registerparade – Die Klangfarben des Blasorchesters“ einlud. Ein abwechslungsreiches Programm, starke solistische Leistungen und ein emotionaler Moment für die Nachwuchsmusiker prägten den Konzertabend. Ein feierlicher Auftakt und ein besonderer Moment für die Jugend.
Eröffnet wurde der Abend vom Vorsitzenden Simon Kiefer. In seiner Begrüßung richtete er den Blick besonders auf die Bläserjugend, die an diesem Abend einen wichtigen Schritt in ihrer musikalischen Laufbahn machte: Die jungen Musikerinnen und Musiker erhielten feierlich ihre Vereinswesten – ein symbolisches Zeichen dafür, dass sie nun „dazugehören“ und künftig das Stammorchester verstärken werden. Das Publikum würdigte diesen Moment mit herzlichem Applaus.
Bläserjugend überzeugt
Unter der Leitung von Jan Ühlin präsentierte die Bläserjugend einen frischen, modernen Programmblock. Mit „Leuchtfeuer“, „Do you want to build a snowman?“ und „Shut Up and Dance“ zeigten die jungen Musiker eindrucksvoll, wie viel Potenzial in ihnen steckt. Der Applaus war überwältigend – das Publikum ließ die Jugend erst nach der mitreißenden Zugabe “Happy” von der Bühne.
Anschließend übernahm das Stammorchester unter der musikalischen Leitung von Eckhart Hanser. Der erste Konzertteil präsentierte sich in sinfonischer Breite und klanglicher Vielfalt
Anspruchsvolle Soli
In „Feeling Good“ überzeugte Karl Kubiaczyk mit einem warmen, souveränen Posaunensolo, bevor das Saxophon-Register mit Stefan Deiß, Heike Walter, Claudia Pflüger, Klaus Hunziger und Markus Bolz in „Sax, Wind & Funk“ mit energiegeladenem Funk-Sound glänzten.
Zum Abschluss des ersten Teils sorgte „Purple Pig“ mit den Soli von Maja Baier, Markus Bolz und Susi Hanser für einen humorvollen und zugleich musikalisch anspruchsvollen Höhepunkt.
Ehrungen
Direkt im Anschluss an den ersten Konzertteil folgte ein feierlicher Moment: die Vereinsehrungen, die ab diesem Jahr bereits ab zehn Jahren Mitgliedschaft verliehen werden. Geehrt wurden: Manuel Stark für zehn Jahre, Anika Schmid, Jan Ühlin, Marvin Walter für jeweils 15 Jahre sowie Benjamin Ühlin für 25 Jahre. Für seine 25-jährige Mitgliedschaft erhielt Benjamin Ühlin zudem vom Alemannischen Musikverband das Verdienstzeichen in Silber, überreicht von der Bezirksvorsitzenden Ursula Meyer. Zu Ehren der Jubilare spielte das Orchester den Bozner Bergsteigermarsch.
Auch im zweiten Konzertteil standen beeindruckende solistische Leistungen im Mittelpunkt: Im „Basstrio“ zeigten Simon Gerstner, Jan Ühlin und Hans‑Georg Weniger auf den Tuben ihre Virtuosität. In „Zwei Mexikaner in Böhmen“ überzeugten Petra Deiß und Thomas Weniger mit fein abgestimmten Dialogen auf den Trompeten.
Den emotionalen Schlusspunkt setzte Manuel Stark mit seinem Solo in „The Great Pretender“ auf der Trompete, das vom Publikum mit besonders starkem Applaus belohnt wurde.Locker, authentisch und mit Augenzwinkern führte Simon Kiefer durch den Abend. Besonders bei den Solostücken ging er auf die Instrumente und Spieler ein und sorgte damit für kurzweilige Übergänge. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt – das Küchenteam hatte alles im Griff und trug zur rundum gelungenen Atmosphäre bei.
Gemeinsame Zugaben
Zum Abschluss dankte Kiefer beiden Dirigenten, allen Helfern und besonders den Ausbildern des Vereins, die mit großem Engagement die Nachwuchsarbeit stemmen.
Der Abend endete mit zwei gemeinsamen Zugaben von Stammorchester und den frisch aufgenommenen Jungmusikern – ein musikalisches Bild, das das Motto des Abends perfekt abrundete.
Das Publikum verabschiedete die Musiker mit langanhaltendem Applaus und durchweg positiver Stimmung.
Anschließend wurde bei Barbetrieb und guten Gesprächen noch lange gefeiert.