Kunst im Wiesental: Kulturfest bietet künstlerische Arbeiten aus Japan

Die Partner freuen sich schon heute auf das Museumsfest.
Gudrun GehrMuseumsleiter Dominik Baiker begrüsste beim Pressetermin die Kooperationspartner, den Kunstverein Schopfheim mit Vorstand Christopher Weiss und Luis Lenz, und den Förderverein Stadtmuseum (FÖSS) mit Jürgen Fremd und Birgit Althof.
Nunmehr zum dritten Mal wird das Sommerfest als Kulturfest ausgerichtet, gemeinsam mit einer Vernissage und einer Performance. Christopher Weiss sagte: „Die Praxis zeigt, dass es vom Aufwand her sinnvoll ist, die Dinge zusammenzupacken“.
Ryo Kato präsentiert großformatige Werke
Dominik Baier meinte: „Wir wollen erreichen, daß die Öffentlichkeit auch von unseren Veranstaltungen weiß“. Im Rahmen der Herbstausstellung des Kunstvereins möchte das Museum den deutsch-japanischen Künstler Ryo Kato mit seinen Werken „Zwischenzeilen“ vorstellen. Der am Heiligabend 1978 geborene Künstler wird im Museum Schopfheim großformatige Werke präsentieren.
Baier stellte klar: „Ryo Kato hat sich bereits vor zwei Jahren selbst an den Kunstverein Schopfheim gewandt und wollte ausstellen“. Er ist nebenbei ein professioneller und strategischer Go-Spieler, was ihn sehr geprägt hat.
Starke Bezüge zu Natur und Landschaft im Werk
Auch hat er einen starken Bezug zu Natur und Landschaft. Er studierte an der Universität der Künste in Berlin, unter anderem bei Wolfgang Petrick. Hier erlangte er seinen Abschluss als Meisterschüler von Daniel Richter. Er lebt noch in Berlin. Sein künstlerischer Umgang mit Umweltfragen wurde durch den Atomunfall von Fukushima tief geprägt.
Der preisgekrönte Künstler setzt sich gerne mit gesellschaftlichen Verhältnissen und auch mit Verfremdungen zwischen abstrakter und thematisch figürlicher Malerei auseinander. Baiker sagte: „Malerei ist schwierig geworden“. Kato stellt eine interaktive Kunst her.
Umweltbewegung hat seine Arbeit stark beeinflusst
Mit dem Kunstverein habe man sich vor Jahren entschieden, räumlich installative Kunst zu zeigen, wie beispielsweise die raumgreifende Installation „Magenta“ in St. Michael, oder mit der Ausstellung von 2023 mit dem Künstler Bernd Schulz „Solid Ground“. Kato ist Mitglied der Darmstädter Sezession, er stellte in zahlreichen Galerien, Kunstmessen, Kunstvereinen und Museen aus.
Im Museum werden drei großräumige und sechs kleinere Werke des Künstlers ausgestellt. Seine Bilder befassen sich mit dem Mensch-Natur-Verhältnis und dem Thema Umweltprobleme.
Die Frage, warum sich der internationale Künstler ausgerechnet Schopfheim zur Ausstellung seiner Bilder ausgesucht hat, liegt nach Meinung von Dominik Baier im strategischen Denken des Künstlers für den Markt der Kunst. Nach der Vernissage präsentieren sich im Museumskeller die drei Performance-Künstler Rolf Suter (Lyriker), Guntram Prochaska (Maler) und Julia Pleninger (Klavier) in ihrem Projekt „Farben und Töne“. Poetry-Slam-Künstler Suter und Aktionskünstler Prohaska zeigen ihr neues Werk über Farben.
Performance-Künstler mit „Farben und Tönen“
Für das Projekt wird die Musikerisn Julia Pleninger ihren Tasten filigrane Töne entlocken. Sie interpretiert damit Farbgedichte von Rolf Suter. Als renommierter Performanceartist übersetzt Guntram Prochaska das Gehörte live in eigenwillige Bilder.
Das Sommerfest erfolgt am Samstag, 6. September. Die Vernissage mit Werken von Kyo Kato startet um 17 Uhr, die Performance „Farben und Töne“ um 19 Uhr. Sie ist bis zum 19. Oktober im Städtischen Museum zu sehen. Für das leibliche Wohl gibt es frische Sommerdrinks und Fingerfood. Bei Regen kann ins Museum und in die Kirche St. Michael ausgewichen werden.