Graffiti-Aktion in Schopfheim
: Endlich mal ganz legal sprühen

Im Jugendzentrum konnten Teenager im Rahmes des Ferienprogramms mit Sprühdosen ein Bild gestalten. Einem Jungen gelingt ein dreidimensionales Bild.
Von
Christoph Schennen
Schopfheim
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Schon fast wie ein Profi: Dreidimensional und geradezu plastisch gerät das Kürzel „WLAD“, das dieser Junge kreiert.

Christoph Schennen

Vier Jungen und drei Mädchen haben am Samstag beim Jugendzentrum jeweils ein Bild auf eine Leinwand gesprayt. Der Lörracher Domenic Juppenlatz führte die Kinder zunächst in die Theorie und Geschichte der Graffiti ein, ehe sie selbst ein Motiv auf einem Blatt Papier zeichnen konnten.

Vor allem der eigene Spitzname ist beliebt

Sehr beliebt bei den Kindern ist es, den eigenen Namen auf die Leinwand zu übertragen. So sprüht Jennifer „Jenny“ auf die Leinwand und Lina „Talina“, weil sie so von ihren Freundinnen genannt wird. Tonis Bild wird dominiert von einem schwarzen Loch in der Bildmitte, aus dem Geister hinausschauen. Links sieht man „Pac-Man“, dessen Gegner die Geister sind.

Wilde Kerle machen Halfpipe unsicher

Seine Nachbarn Sebastian Walter und Jonas Weidenauer posten ihre Bilder später auf den Instagram-Accounts „scooter_seb25“ beziehungsweise „scooter_jonijay13“. Auf Sebastians Bild sind die drei Großbuchstaben „SDS“ zu sehen, eine Abkürzung von „Sebastian Deutscher Scooter“, auf Jonas’ Bild sein Spitzname „Joni“, einige bunte „Pac-Man“-Geister, Sterne, eine Sonne mit Gesicht und ein Regenbogen. Sebastian und Jonas sind zwei wilde Kerle, die gerne das Halfpipe-Gelände am Bahnhof Schopfheim-West mit ihren Scootern unsicher machen.

Ein junges Mädchen, das gerne liest, hat Hikaru gemalt, eine Figur aus einem Manga. Unter ihr verläuft eine Welle, die einen Dämon symbolisiert. Ein Junge neben ihr, der das Breakdance-Element „Windmühle“ tanzen kann, hat sehr plastisch den Namen „Wlad“ gesprüht. „Das „W“ ist etwas unförmig, aber ansonsten hebt sich sein Bild durch seine Plastizität von den anderen Bildern ab.

Die Buchstaben sind von einer schwarzen Linie umrandet, der Name als Ganzes von einer roten Linie. Juppenlatz, dessen Street-Art an dem Kürzel „Dome“ zu erkennen ist, fügt noch ein paar weiße Punkte hinzu, die den Anschein einer glänzenden Oberfläche erwecken.

Nur wenige legale Sprühmöglichkeiten

Es sei schön, dass das Jugendzentrum den Kinder ermögliche, ein „Graffito“ zu malen. Denn in der Regel hätten die Teenager keine Möglichkeit, sich in dieser Technik auszuprobieren. Denn wer ohne Erlaubnis Wände oder sogar Eisenbahnen besprüht, begeht eine Sachbeschädigung.