Gefahrstoffeinsatz: Weiler Wehr bei hochsommerlichen Temperaturen gefordert

Blick auf den Havaristen im Weiler Umschlagbahnhof mit Einsatzkraft im Vordergrund
Stadtverwaltung/Salathe- Xylol trat am Freitagabend am Weiler Umschlagbahnhof aus einem Tankcontainer aus.
- Rund 60 Liter liefen aus; der Bereich wurde abgesperrt, Messungen blieben lokal erhöht.
- Kühlung und Druckentlastung stoppten den Austritt – keine Gefahr für die Bevölkerung.
- Hohe Temperaturen belasteten die Kräfte stark, teils in chemikalienfesten Anzügen.
- Etwa 80 Einsatzkräfte waren vor Ort, der Einsatz endete nach Aufräumen gegen 23 Uhr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Alarm ging um 18.41 Uhr ein. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr am Weiler Umschlagbahnhof trat weiterhin Xylol aus einem Tankcontainer aus. Insgesamt sind rund 60 Liter ausgetreten, wie im Nachgang anhand des Wiegens des Tankcontainers festgestellt wurde, teilt die Wehr mit.
Nach einer umfangreichen Erkundung wurde ein Gefahrenbereich im unmittelbaren Umfeld des Tankcontainers eingerichtet und abgesperrt. Dieser beschränkte sich auf einen kleinen Bereich innerhalb des Umschlagbahnhofs. Parallel stellte die Feuerwehr den Brandschutz sicher und nahm umfangreiche Messungen auf dem Gelände sowie in der Umgebung vor.
Erhöhte Messwerte konnten ausschließlich unmittelbar am Tankcontainer festgestellt werden. Für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr, heißt es.
Da sich der nächstgelegene Hydrant erst in größerer Entfernung befand, musste zunächst eine Löschwasserversorgung über mehrere hundert Meter aufgebaut werden. Um die für die Kühlung des Tankcontainers erforderliche Wassermenge sicherzustellen, wurde die Löschwasserversorgung im weiteren Einsatzverlauf erweitert. Hierfür wurden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert.
Den Stoffaustritt gestoppt
Nach rund 30 Minuten Kühlung nahm die Feuerwehr eine kontrollierte Druckentlastung über die vorhandenen Ventile vor. Anschließend wurden die Deckel der Anschlussarmaturen nachgezogen. Auf diese Weise konnte der Stoffaustritt gestoppt werden.
Eine besondere Herausforderung stellten die hochsommerlichen Temperaturen dar, heißt es seitens der Wehr. Bereits die Arbeiten in der Feuerwehrschutzkleidung führten zu einer erheblichen körperlichen Belastung der Einsatzkräfte. Einzelne Maßnahmen mussten zudem in flüssigkeitsdichten und chemikalienbeständigen Schutzanzügen durchgeführt werden, wodurch sich die Wärmebelastung für die unmittelbar am Tankcontainer eingesetzten Feuerwehrleute zusätzlich erhöhte.

Es wurden mehrere Hundert Meter Schläuche verlegt
Stadtverwaltung/SalatheZur medizinischen Absicherung standen mehrere Einheiten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bereit. Die Versorgungs- und Logistikeinheit der Feuerwehr Weil am Rhein stellte während des Einsatzes die Versorgung der Kräfte sicher.
80 Kräfte im Einsatz
Nach umfangreichen Aufräumarbeiten konnte der Einsatz gegen 23 Uhr beendet werden. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, Bundes- und Landespolizei sowie der Deutschen Bahn im Einsatz. Die Einsatzleitung hatte Feuerwehrkommandant Frank Sommerhalter.