Fröhliche Ruheständler
: Sänger erfreuen Ruheständler

„Männer Xang Selbsext“ begeistert mit alemannischen und englischen Liedern sowie Anekdoten aus dem Wiesental die Fröhlichen Ruheständler in Fahrnau.
Von
red/pm
Schopfheim
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Das „Männer Xang Selbsext“ (v. l.) Bernhard Greiner, Volker Jost, Erich Lacher, Wolfgang Bühler, Martin Sänger und Heinz Grether begeisterten bei den „Fröhlichen Ruheständlern“.

zVg/Klaus Brust

„Es war ein schöner Nachmittag“, äußerte eine begeisterte Zuhörerin nach zwei unterhaltsamen Stunden mit dem „Männer Xang Selbsext“ , und hatte vollkommen recht. Auch die Leiterin der „Fröhlichen Ruheständler“, Monika Becker, outete sich als Fan der singenden Männer und wünschte einfach viel Freude. Mit einem Ständchen für die Geburtstagskinder des Monats März gewannen die Barden gleich Kontakt, ehe sie ihr neues Programm gekonnt darboten. Das Lied von Roland Hofmaier „Heimweh nach dem Markgräflerland“ war ein Zeichen für die Heimatverbundenheit, dem mit neuem Arrangement zu „Zyt isch do“ eine Uraufführung folgte. Ebenso gefielen Kompositionen von Jeannot Weißenberger und Peter Räber. Heiterkeit war Trumpf; dazu trug Sprecher Wolfgang Bühler bei, der die liedansagen mit trefflichen Anekdoten auflockerte oder Nachhilfe in der alemannischen Sprache bot. Texte von Gerhard Jung und Paul Wagner streute er ein. Vielen Besuchern war unbekannt, woher die „Spitznamen“ der Hausener, Hägelberger und Fahrnauer stammten. Letztere wurden als „Bettelsäcke“ bezeichnet, was auf einen Großbrand im Jahr 1778 zurückgeht, als der Großherzog eine Sammlung für die Brandoferfamilien anordnete.

Den zweiten Teil des Programms widmeten die Sänger Bernhard Greiner und Volker Jost (1. Tenöre), Erich Lacher (2. Tenor), Wolfgang Bühler (1. Bass), Heinz Grether (2. Bass) und der Leiter der Gesangsgruppe Martin Sänger englischen Liedern. „Mary Lou“ und „Love you“ kamen bestens an, mit verschiedenen Instrumenten wie Gitarre, Ukulele, Trommel begleitet. Über welche guten Stimmen die sechs Sänger verfügen, wie ausgewogen und harmonisch sie klingen und intonieren, kam besonders bei einem „a-capella-Lied“ zum Ausdruck. Ein besonderes Lob verdiente sich der tiefe Basssänger Heinz Grether, der mit sonorer Stimme, als Kontrabassspieler und Schauspieler glänzte.

Im dritten Teil ging es nochmals Alemannisch zu, erklangen der „Männer-Boogie-Woogie“ von Uli Führe, „Gsunge wie gschwätzt“, der „Schorlimaa“ und „Gute Nacht, Freunde“.

Pfarrerin Ulrike Krumm begrüße die 60 „Fröhlichen Ruheständler“, die trotz Schnee- und Frostwarnung ins evangelische Gemeindehaus gekommen waren und lud das „Männer Xang Selbsext“ ein, nochmals im kommenden Jahr zu kommen, da sie nur das erste Lied, ein Zwölftel, sich anhören konnte