Evangelische Gemeinde Schopfheim: Kirchengemeinde braucht zwölf Räte

Auf der Suche nach Kandidaten (von links): Ulrike Krumm, Steffen Mahler, Andreas Rive, Nina Reichel, Carolin Paul und Ernst-Frieder Schmidt
Gudrun GehrDas Gremium der neu fusionierten evangelischen Kirchengemeinde in Schopfheim, darunter Pfarrerin Ulrike Krumm, macht sich bereits im Vorfeld der am 1. Advent, also am 30. November, stattfindenden Kirchenwahlen Gedanken um die Kandidaten. Ulrike Krumm sagte im Pressegespräch: „Alle sechs Jahre erfolgt die Wahl der Kirchengemeinderäte – zuletzt wurde 2019 gewählt“.
Mit dabei waren neben Pfarrerin Krumm auch Pfarrerin Nina Reichel und der neue Vertretungspfarrer Steffen Mahler. Darüber hinaus sind im Gremium auch Vertreter der evangelischen Kirche aus den fusionierten Gemeinden Fahrnau (Carolin Paul), Gersbach (Ernst-Frieder Schmidt), Wolfgang Grether und Kirchengemeinderats-Vorsitzender Matthias Rive. Ulrike Krumm schmunzelte und sagte: „Jedes Mal wenn die Wahlen anstehen, blicken wir uns im Kirchengemeinderat ganz tief in die Augen“.
So werde vorgefühlt, inwieweit die Kandidaten des bisherigen, neu fusionierten Rates – es handelt sich um fünf Räte aus Fahrnau, zwölf aus Schopfheim und drei Räte aus Gersbach – nochmals ihren Hut in den Ring werfen und bei den Wahlen antreten.
Die Kirchen von Schopfheim, Fahrnau und Gersbach wurden Anfang des Jahres als organisatorische Einheit „Evangelische Kirchengemeinde in Schopfheim“ zusammengefügt.
Ratsvorstand Matthias Rive informierte: „Benötigt werden, gestaffelt für den Raum zwischen 4000 und 6000 Kirchenmitglieder, insgesamt zwölf Räte oder Rätinnen“. Weiter meinte er: „Wir müssen jedoch bedenken, dass sechs Jahre Amtszeit nicht unerheblich sind“. Aus dem bisherigen Gremium seien sechs Personen wieder bereit, zu kandidieren. Drei weitere Personen hätten schon ihr Interesse angezeigt. Rive sagte: „Allerdings würden wir bevorzugen, darüber hinaus weitere Personen für eine echte Wahl präsentieren zu können“. Er meinte: „Wir sind dankbar für jeden Kandidaten“. Auch sei es für die Kandidaten selbst wichtig, in einer Wahl bestätigt zu werden. Rive meinte: „Es ist für die Kandidaten wichtig, den Rückhalt in der Gemeinde zu spüren“.
Die Wahlvorschläge sollten bis spätestens 26. September aus den Reihen der Gemeindemitglieder kommen. Die Kandidatenliste wird sodann bis zum 5. Oktober bekannt gegeben. Wahlorte am 30. November sind in Gersbach, Fahrnau und Schopfheim, wobei die Wahl durchaus auch mit einem Adventskaffee verbunden werden kann.
Ulrike Krumm sagte: „Der Kirchengemeinderat ist ein tolles Team. Hier bringen sich Menschen ein, die sich gegenseitig wertschätzen - wir arbeiten nicht nur mit öden Zahlen“. Das Gremium wünscht sich für die Kandidatenauswahl Personen mit möglichst verschiedenen beruflichen Hintergründen, um „die Gemeinde abbilden zu können“ sowie eine unterschiedliche Altersstruktur.
Wichtig wäre auch die Besetzung von Räten für Wiechs und Eichen , um die Strukturen des Ortsteils verdeutlichen zu können. Diese sind derzeit nicht vertreten. Gewählt wird jedoch nicht in einer „unechten Teilortswahl“, sondern in einer Mehrheitswahl.
Krumm: „Der Rat schafft das äußere Gerüst der Kirche“
Zur Arbeit eines Kirchengemeinderates berichtete Ulrike Krumm: „Der Rat schafft das äußere Gerüst der Kirche, um innen wachsen zu können“. Themen im Rat sind überwiegend die Kinderbetreuung, Haushalts- und Baupläne und Personal. Auch wird darauf geachtet, dass in Absprache die Gottesdienste von Räten besucht werden. Auch die Ausschüsse für Bauangelegenheiten, der Finanzausschuss, das Gemeinde-Team, der Kinder- und Jugendausschuss und die beiden Ortsteil-Ausschüsse für Fahrnau und Gersbach müssen besetzt werden. Ernst-Frieder Schmidt sagte: „Elfmal pro Jahr erfolgt eine Zusammenkunft der Räte. Darüber hinaus gibt es jede Menge Gelegenheit zum Engagement“. Eine Ehrenamtspauschale kann erstattet werden.
Gerhard Nägelin ist Rekordhalter
Rekordhalter als Kirchengemeinderat dürfte wohl Gerhard Nägelin von der Matthäusgemeinde in Fahrnau sein - er befindet sich derzeit in seiner vierten Amtsperiode. Matthias Rive fasste zusammen: „Die Tätigkeit als Kirchengemeinderat ist bereichernd – man hat es mit einem breiten Strauß von Themen zu tun“.