Erzieher in Weil am Rhein: Jetzt ist erst einmal Einleben angesagt

Monu (links) sowie Lakshit Roonwal (Dritter von rechts) werden von (von links) Gaby Marx (Pädagogische Betreuung), Sandra Trefzer (Leitung Haus der kleinen Stühle), Hauptamtsleiterin Annette Huber, Oberbürgermeisterin Diana Stöcker, Christoph Braun (Leiter der Personalabteilung), Miriam Madiou (Leitung Kinderschule Binzen), Christine Krauth (Leiterin Abteilung Soziales, Schule, Sport) und Binzens Bürgermeister Andreas Schneucker in Empfang genommen.
Stadtverwaltung/Bähr- Zwei junge Inder absolvieren ein Praktikum in Weil am Rhein und Binzen.
- Lakshit Roonwal und Monu kamen am 24. Juni an – Empfang durch Stadt und Betreuer.
- Einsatz seit dem 29. Juni in Kinderschule Binzen bzw. Haus der kleinen Stühle.
- Sechs Wochen Praktikum, Ausbildungsstart am 1. September nach kurzer Pause.
- Projekt gegen Fachkräftemangel: Kommunen und Kirche rekrutieren mit IndiaWorks.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit wenigen Tagen sind sie im Dreiländereck: Die Rede ist von den beiden jungen Indern, die nach einem vorgelagerten Praktikum am 1. September ihre Ausbildung zum Erzieher in Binzen und Weil am Rhein beginnen. Nach langer Reise kamen Lakshit Roonwal und Monu am 24. Juni in der 3-Länder-Stadt an, wo sie unter anderem von Weils Personalleiter Christoph Braun und Gaby Marx, die die pädagogische Betreuung übernimmt, empfangen wurden.
Umfangreiche neue Eindrücke
Seither leben sich die beiden Männer aus Südasien ein. Sie leben gemeinsam in einer Wohnung in Weil am Rhein und sind bereits seit dem 29. Juni in der „Kinderschule“ in Binzen beziehungsweise im „Haus der kleinen Stühle“ in Weil am Rhein im Einsatz, heißt es in einer Mitteilung. „Die neuen Eindrücke sind ebenso riesig wie umfangreich“, weiß Braun. Im Kindergarten lernen sie ihre künftigen Aufgaben als Erzieher kennen. Sechs Wochen dauert das Praktikum, ehe nach einer kleinen Erholungspause der Ausbildungsstart am 1. September erfolgt.
Mehrere Kommunen und kirchliche Träger hatten sich entschlossen, gemeinsam mit dem Freiburger Unternehmen IndiaWorks neue Wege zu gehen und Auszubildende aus Indien für den Beruf des Erziehers zu rekrutieren. Der Mangel an Fachkräften im Bereich der frühkindlichen Bildung stellt Kitas auch in der Region nämlich vor große Herausforderungen.
Qualifizierung spielt wichtige Rolle
Es fehlen qualifizierte Erzieherinnen und Erzieher. Ein entscheidender Faktor für die Gewinnung von Fachkräften ist die Ausbildung. In den vergangenen Jahren wurde es jedoch immer schwieriger, alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Neben der Stadt Weil am Rhein beteiligen sich auch die Gemeinden Binzen, Eimeldingen und Grenzach-Wyhlen sowie die Evangelische Kirche an dem Projekt.
Viele Dinge sind für die Inder Neuland
Neben der täglichen Arbeit im Kindergarten geht es ums Einleben in der neuen, ungewohnten Umgebung, sich mit den Gegebenheiten hierzulande vertraut zu machen. „Da sind schon allgemeine Dinge wie eine Kontoeröffnung, das Abschließen eines Internetvertrages oder einer Krankenversicherung und der Einkauf im Supermarkt absolutes Neuland“, weiß Braun. Auch das Kennenlernen der Region steht in der nächsten Zeit auf dem Programm des Duos, dass bei Fragen ihre Betreuerinnen und Betreuer kontaktieren kann.