Digitalisierung
: Hausens Homepage wird barrierefrei

Der Gemeinde Hausen will ihren veralteten Internetauftritt modernisieren. Eine Bürger-App wird vorerst nicht eingeführt.
Von
Christoph Schennen
Hausen Im Wiesental
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Der Internet der Gemeinde Hausen soll aufgefrischt werden.

Anja Bertsch

Der Gemeinderat hat mehrheitlich die Neugestaltung des Internetauftritts der Gemeinde Hausen beschlossen und den Auftrag dafür an einen Anbieter aus Vellberg vergeben.

Im vergangenen Jahr hatte das Rechenzentrum Komm.One mitgeteilt, dass bei der Homepage die Barrierefreiheit hergestellt werden müsse. „Jeder muss in der Lage sein, die Homepage zu bedienen, zum Beispiel auch Bürger, die Seh-Einschränkungen haben“, erklärte Bürgermeister Philipp Lotter.

„Könnte teuer werden“

Wenn die Verwaltung nichts an der Homepage ändere, könne es sein, dass ein Sozialverband die fehlende Barrierefreiheit anmahne. „Das könnte dann teuer für die Gemeinde werden“, so Lotter.

Bürgermeister Lotter kann sich vorstellen, zum 200. Todestag Johann Peter Hebels eine Unterseite der Homepage in Auftrag zu geben.

Das Aufsetzen der neuen Homepage kostet etwa 10 600 Euro; die laufenden Kosten für die Nutzung des Content-Management-Systems (CMS) liegen bei etwa 1800 Euro.

Kritische Stimmen

Erich Greiner (Freie Wähler) und Harald Wetzel (SPD) äußerten sich kritisch zur Umgestaltung des kommunalen Internetauftritts – diese sei nicht notwendig. Der Gemeinderat entschied sich dennoch mehrheitlich dafür, den Auftrag zu vergeben..

Debattiert wurde auch darüber, ob eine Bürger-App eingeführt wird. Über diese könnte die Gemeinde zum Beispiel einen Veranstaltungskalender führen oder die Einwohner per Push-Nachrichten über aktuelle Geschehnisse informieren („In der Straße xy wird für zwei Stunden das Wasser abgestellt“); Bürger wiederum könnten Mängel melden. Die Bürger-App hätte bei dem Anbieter, für den sich der Gemeinderat entschieden hat, Extra-Kosten in Höhe von 5236 Euro verursacht.

Dennis Vogt (CDU) befand eine solche App für nicht notwendig. Dem schlossen sich die Gemeinderatskollegen an und vortierten gegen deren Einfürhung.