Abschied
: Regina Spiering geht in den Ruhestand

Die Sozialstation Schopfheim hat ihre Pflegedienstleiterin in den Ruhestand verabschiedet. Die Familie kommt für sie nun an erster Stelle.
Von
Wolfgang Grether
Schopfheim
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Geschäftsführer David Grau hat Regina Spiering in den Ruhestand verabschiedet. Nachfolgerin ist Christine Geiser (v.li.).

Wolfgang Grether

Regina Spiering, Pflegedienstleiterin bei „Die Pflege - Sozialstation Wiesental“, genießt ab jetzt ihre Rente. Davor haben die Mitarbeiter mit ihr gemeinsam gefeiert. Eine Abschiedsgala – das wollte die sympathische Pflegefachkraft nicht. Bunt und abwechslungsreich wie ihr Beruf sollte das Fest sein. Doch ohne Worte der Anerkennung ging es nicht.

Viel Lob gab es von Geschäftsführer David Grau. In einem gereimten Abriss über die Tätigkeit von Regina Spiering ging er neben der fachlichen Kompetenz auch auf das ein, was sie menschlich auszeichnet: „Loyal, zuverlässig, treu und menschlich, ihr kann man vertrauen“, sagte Geschäftsführer David Grau.

Dem schloss sich der Vorsitzende des Aufsichtsrates Rainer König an. Sein Dank, den er für den Aufsichtsrat und die Trägergemeinden überbrachte, ging über den Tellerrand der Organisation hinaus und bezog sich auch auf die gute Kommunikation der scheidenden Pflegedienstleiterin mit den Trägern, allesamt evangelische und katholische Kirchengemeinden aus der Region Schopfheim, Steinen, Kleines Wiesental, Hausen, Hasel und Gresgen. Spiering hatte stets einen guten Draht zu ihnen, wie König erklärte.

Großes Lob kam von Bürgermeister Dirk Harscher. Er kenne „Die Pflege“, nicht nur aufgrund seines täglichen Weges zur Arbeit, der ihn an den Geschäftsräumen der Organisation vorbei führe. Den Wert des größten Trägers der ambulanten Wohlfahrtspflege schätze er als hoch ein. Wichtig sei diese für die Bevölkerung der Stadt und des Umlandes und habe stets zuverlässig gearbeitet, dank einer Leitung die genau in diesem Sinne gewirkt habe. Als „Freundin“ bleibe Spiering den Arbeitskollegen verbunden, wie sie während der Feierstunde erklärte. Die Arbeitswelt habe sich während der Berufstätigkeit von Spiering verändert, wie ihre Kollegin Rosi Jährig in ihrem einem humorvollen Rückblick informierte. Früher habe es Karteikarten gegeben, heute werde über Handy und PC kommuniziert.

Tanz als Hobby, das ihr bleibt

Drei Umzüge habe die scheidende Pflegedienstleiterin mitgemacht. Der Dienst sei gewachsen, war sich in immer größer und mehr werdenden Büros gezeigt habe. Nach dem Beitrag von Jährig, zeigten Pflegecowgirls und -boys ihr Können auf dem Tanzparkett – zur Freude der Ex-Chefin. Denn die Tanzbegeisterung liege bei ihr im Blut und sei ein Hobby, dem sie treu bleibe.

Mit Herz geführt

Verwaltungsleiter Georg Schenk kennt seine Kollegin offenbar genau: Das von ihm umgeschriebene Lied „Feierabend“ von Peter Alexander nahm auf, was in den vergangen 36 Jahren genossen wurde und was künftig fehlt, aber hoffentlich nicht all zu sehr vermisst wird. Als Frau, die mit Herz geführt hat und nicht mit Macht, bleibe Spiering im Gedächtnis und das nicht nur wegen der Zeile in dem für sie geschriebenen Abschiedsgedicht. Gut vorbereitet für den Ruhestand in Unruhe sei sie auf jeden Fall, wie sie sagte.

Ihre Nachfolgerin Christine Geiser hatte mit der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Beate Süßkoch eine „Pflegemappe“ zusammengestellt, die darauf abzielt, was künftig anstehe: Zeit mit Freunden und Familie – die Neffen und Nichten werden es schätzen. Sie seien eine Herzensangelegenheit von Regina Spiering.