Abschied
: Diakonin Lena Zacheus wagt beruflich etwas Neues

Die Kirchengemeinde Schopfheim muss sich von Gemeindediakonin Lena Zacheus verabschieden. Sie will sich am Bodensee neuen beruflichen Aufgaben widmen.
Von
Wolfgang Grether
Schopfheim
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Lena Zacheus verlässt die evangelische Kirchengemeinde Schopfheim und widmet sich einer neuen Aufgabe.

Wolfgang Grether

Viel Leben hat Lena Zacheus in die Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde Schopfheim gebracht. Nach 13 Jahren wendet sich die diplomierte Religionspädagogin und Gemeindediakonin einer neuen Aufgabe zu.

Der Aufbau der Jugendarbeit war ihr eine Herzensangelegenheit, das ist im Gespräch unserer Redaktion mit Zacheus spürbar. Im Austausch mit den Konfirmanden habe sie sich wohlgefühlt. Diesen begleitete sie von der Anmeldung über den Unterricht bis hin zur Konfirmation. Ungewöhnliches hätten die jungen Christen mit ihr erlebt. So gab es neben Konfirmandenunterricht, Projektarbeit und Freizeiten auch mal einen Schlittschuhtag.

Der Start in Schopfheim sei von den positiven Erwartungen der Gemeinde aber auch von Herausforderungen durch viele Stellenwechsel geprägt gewesen. Zacheus galt als Konstante mit Stimmrecht im Kirchengemeinderat und hatte auch schon den Vorsitz inne. Das nebenberufliche Masterstudium Supervision und Coaching ist ihr nach eigenen Worten nicht schwer gefallen, hatte aber Einsatz verlangt. Anwendung fand es in ihrer Arbeit.

Die Geschäftsführung innerhalb der Kirchengemeinde, bisher nur von Pfarrern getragen, erfuhr eine Aufteilung: Diakonin Lena Zacheus bekam einen eigenen Bereich und war für Familien, Jugend und den Kindergarten zuständig.

Als „unruhig“ beschreibt sie die Startjahre im Gespräch mit unserer Zeitung. Zielgerichtet war ihr Aufbau von Jugendgottesdiensten, von den Proben zum Krippenspiel, von Angeboten der Kinderbibelwoche sowie vom Winterspielplatz im evangelischen Gemeindehaus.

Berufsweg führt an den Bodensee

Unvergessen bleibt wohl ihre Hilfe in der Flüchtlingsarbeit und das Friedensstifterprojekt zusammen mit der Friedrich-Ebert-Schule, bei dem aus 50 Schulkindern Friedensstifter wurden. Fehlen wird Zacheus wohl nicht nur im Kirchendienst, sondern auch in der Grundschule von Langenau. Als Teil des Lehrerkollegiums hatte sie die Verantwortung für den Religionsunterricht.

Nun führt sie ihr Berufsweg nach Meersburg in die Bibelgalerie. Die bunte Vielfalt ihrer Arbeit soll sich dort fortsetzen. Ihr Ehemann und die bisher in Schopfheim aufgewachsene Tochter gingen begeistert mit, wie Zacheus erzählt.

Keine Unbekannte

Unbekannt ist sie in Meersburg nicht. Während der Ausbildung absolvierte sie dort ein Praktikum: „Wir haben uns nie aus den Augen verloren“, sagt sie. Der Draht sei nie abgerissen. Schon länger kamen immer wieder Stellenangebote aus Meersburg. Konkret wurde es aber eher zufällig: Bei einem Besuch am Bodensee sprach sie mit der bisherigen Geschäftsführerin über deren baldigen Ruhestand.

Beruflich Neues wagen

Zacheus Aufgabe wird es dann sein, ein neues Führungskonzept unter Einbezug von Stiftung und Förderverein zu erarbeiten. Die Entscheidung zum Wechsel sei ihr nicht leicht gefallen: Das eigene Haus in Schopfheim ist fertig, das Umfeld sei stimmig und die Arbeit in der Kirchengemeinde habe ihr Freude bereitet. Dennoch will Zacheus beruflich nun Neues wagen. Am Bodensee treffe sie mit Pfarrer Kai Tilgner einen Bekannten aus Schopfheimer Tagen und mit Regine Klusmann eine Dekanin, die auch aus dem Kirchenbezirk Markgräflerland kommt.