Zwischen Gletschern und Lava: Paar aus Niedereschach berichtet von dreimonatiger Island-Reise

Die eindrucksvollen Bilder von Sarah und Dennis Fischer geben nur einige wenige faszinierende Eindrücke wieder, die das Paar auf ihrer über 10 000 Kilometer langen Tour fotografisch festgehalten hat.
FischerNiedereschach - Eigentlich waren nur zwei Monate geplant, doch ihre Faszination und Liebe zu dem Land im hohen Norden mit seinen vielen Naturschönheiten, Naturwundern und Naturgewalten veranlassten das Paar, nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber von Sarah Fischer, der dieser Urlaubsverlängerung zustimmte, ihre Reise in ihrem mit einer Wohnkabine versehenden Pick-Up abseits der Zivilisation in Island um einen Monat zu verlängern.
Normalerweise sind die Fischer mit einem Stand auf Mittelaltermärkten
Die kurzfristig von Island aus beantragte und vom Arbeitgeber gewährte Urlaubsverlängerung sei alles andere als eine Selbstverständlichkeit gewesen und sie sei hierfür überaus dankbar, betonte Sarah Fischer die nun wieder zurück am Arbeitsplatz in Niedereschach und in den Alltag eingetaucht ist.
Etwas anders sieht dies bei Dennis Fischer aus, der ebenfalls noch tief beeindruckt und begeistert von Island eine berufliche Veränderung anstrebt und sich vorstellen könnte, künftig im touristischen Bereich zu arbeiten. Vielleicht sogar als "Tourist-Guide" in Island. Und sobald es die Corona-Pandemie zulässt wird man das Paar auch wieder regelmäßig auf Mittelaltermärkten finden, an den sie normalerweise an den Wochenenden mit einem Stand (Bogenschießen, Axtwerfen, Metverkauf) vertreten sind. Der durch die Pandemie bedingte Ausfall der Mittelaltermärkte war mit ein Grund für die dreimonatige Tour durch Island. "Wir alle schieben unsere Träume immer weiter vor uns her, folgen dem Alltagstrott und bereuen dies später", so das Paar vor der Abreise aus Niedereschach und hat die Corona-Krise als Chance und "richtigen Zeitpunkt genutzt" einmal "auszubrechen".
Und eines ist schon jetzt sicher: das Paar wird nicht zum letzten Mal in Island gewesen sein. Zu sehr hat dieses Land die Beiden in seinen Bann gezogen. "Was Island bietet, kann man gar nicht auf Bildern festhalten. Das muss man gesehen und erlebt haben", schwärmen sie.
Geysire und Polarlichter sowie Wale an der Küste und Spuren der Wikinger
Das fängt an bei den Nationalparks und reicht bis hin zu hohen Gletschern, Vulkanen, faszinierenden Geysiren, den Myvatin-Höhlen, Lavafeldwanderungen, Walen an der Küste, geführten Reittouren, alten Straßen aus Wikingerzeiten, einen nahezu ungetrübten Blick auf die nächtlichen Polarlichter und vielem mehr.
Und auch das hör- und spürbare "Knistern" des Gesteins in der Nähe von Vulkanen gehört zu den Faszinationen und kann ebenso wenig auf Bildern festgehalten werden, wie die Atmosphäre rund um die Vulkane. "Angesichts der Naturgewalten die in Island wirken und vorhanden sind, fühlt man sich richtig klein", berichtet Dennis Fischer und nennt als Beispiele die aktiven Vulkane oder auch einen im Mai erlebten Schneesturm. Dass sich die beiden Niedereschacher im eigentlich als "Eisschrank Europas" benannten Land einen Sonnenbrand geholt haben, werten sie als Zeichen dafür, dass die globale Erderwärmung auch in Island spürbar ist.
Auf den Bildern, die Sarah und Dennis Fischer zu tausenden aus Island mitgebracht haben, könne man längst nicht alles festhalten was dieses Land bietet. Abseits von den üblichen Touristen-Routen haben die Beiden in ihrem Pick-Up mit Wohnkabine das Land bereist.