Wirtschaft im Schwarzwald: Exporte in der Region im vergangenen Jahr leicht angewachsen

Ein Mitarbeiter eines Maschinenbauers nimmt Bohrer aus einem Regal. Das Exportvolumen der regionalen Unternehmen hat im vergangenen Jahr leicht zugelegt. (Symbolfoto)
Marijan Murat/dpa- Regionale Exporte legten zu – Auslandsumsatz im verarbeitenden Gewerbe bei 10,11 Mrd. Euro.
- IHK nennt USA, China, Vereinigtes Königreich als wichtigste Märkte außerhalb EU und EFTA.
- Neue Wachstumsmärkte: Türkei und Indien; Zuwächse in Polen, Spanien und der Schweiz.
- Rückgänge im Handel mit China, Südkorea und Mexiko, belastet durch globale Hürden.
- Exportquote: Rottweil 51,2 Prozent, Tuttlingen 58,3 Prozent, Schwarzwald-Baar-Kreis 40 Prozent.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der erhoffte deutliche Wirtschaftsaufschwung wurde allerdings durch die geopolitischen Spannungen wie beispielsweise die Zolldrohungen durch die US-Administration, die Zinspolitik der amerikanischen Zentralbank, bürokratische Hürden wie beispielsweise das CO2-Grenzausgleichssytem CBAM sowie zahlreiche nicht-tarifären Handelshemmnisse, wie feststehende Importquoten und technische Vorschriften, ausgebremst. Dies teilt die Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg mit.
Gleichzeitig verstärkte China mit neuen Exportbeschränkungen für kritische Rohstoffe den Druck auf internationale Lieferketten. „Wichtige Absatzmärkte für die baden-württembergischen Unternehmen waren außerhalb der Europäischen Union und der Staaten der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) im vergangenen Jahr die Vereinigten Staaten, die Volksrepublik China und das Vereinigte Königreich“, sagt Vizepräsident Steffen P. Würth von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg.
„Neue starke Ausfuhrwachstumsmärkte waren auch die Türkei und Indien.“ Innerhalb der Europäischen Union (EU) konnten die Unternehmen von den moderaten Nachfragezuwächsen in Polen, Spanien und in der Schweiz profitieren.
Einbußen beim Handel mit China, Südkorea und Mexiko
Dagegen verzeichnete der Handel mit China, Südkorea und Mexiko erhebliche Einbußen, so Würth. Das Statistische Landesamt hat für das vergangene Jahr in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg einen Auslandsumsatz für das verarbeitende Gewerbe ab 50 Mitarbeitenden in Höhe von 10,11 Milliarden Euro ermittelt. Das entspricht einer Zunahme von 1,4 Prozent.

Das Exportvolumen der regionalen Unternehmen ist im vergangenen Jahr zurückgegangen, so IHK-Vizepräsident Steffen P. Würth.
IHK SBHIm Landkreis Rottweil nahmen die Exporte um 3,8 Prozent auf 3,01 Milliarden Euro zu. Der ansonsten sehr exportstarke Landkreis Tuttlingen musste ein Minus von 2,0 Prozent mit nunmehr 4,8 Milliarden Euro verzeichnen, ebenso der Schwarzwald-Baar-Kreis. Hier betrug das Minus 2,3 Prozent bei den Auslandsumsätzen mit nur noch 2,27 Milliarden.
Die regionale Exportquote, also der Anteil des Auslandsumsatzes an den Gesamtverkäufen, betrug im vergangenen Jahr im Landkreis Rottweil 51,2 Prozent und im Landkreis Tuttlingen 58,3 Prozent. Der Schwarzwald-Baar-Kreis verzeichnete eine Exportquote von 40 Prozent. Damit kommt der Landkreis Tuttlingen an die durchschnittliche baden-württembergische Exportquote von 60 Prozent heran.
In den Landkreisen Rottweil und Tuttlingen ist die Exportquote zuletzt stärker gestiegen. Im Schwarzwald-Baar-Kreis sank die Exportquote um 0,3 Prozent. Die zunehmende Bedeutung des Außenhandels für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zeigt sich auch in der zunehmenden Anzahl an Ursprungszeugnissen und Bescheinigungen für den Außenwirtschaftsverkehr, welche bei der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg im Rahmen der Zollabwicklung beantragt werden.
So wurden allein im letzten Jahr von der IHK mehr als 14.400 Außenwirtschaftsdokumente ausgestellt – 80 Prozent davon in digitaler Form. Der Warenwert für das digitale Zollpassierscheinheft Carnet ATA/CPD betrug 23,05 Millionen Euro.
