Villingen-Schwenningen
: Nicht alles rosig in der Innenstadt

Bürgerforum: Ärger um Mülltonnen und leer stehende Häuser
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Schwarzwälder-Bote
Oberndorf
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Denkmalschützerin Sigrid Fiehn war Gast beim Bürgerforum "Leben und Wohnen in der Villinger Innenstadt", das Rudolf Winker ins Leben gerufen hat. Fotos: Heinig

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Von Birgit Heinig

VS-Villingen. Leer stehende Obergeschosse, Müllcontainer in den Gassen, bröckelnde Fassaden – in der historischen Innenstadt Villingens mit seinen vielen Kulturdenkmalen ist nicht alles so, wie es sein sollte. Das fanden zumindest die Teilnehmer am Bürgerforum "Leben und Wohnen in der Villinger Innenstadt".

Das von Rudolf Winker ins Leben gerufene Bürgerforum hatte am Donnerstagsabend im Abt-Gaisser-Haus Sigrid Fiehn von der Unteren Denkmalschutzbehörde im Amt für Stadtentwicklung zu Gast. Sie gab einen Überblick über die archäologischen, bau- und kunstgeschichtlichen Denkmale Villingens. Die drei Stadttore, das Franziskaner, das Münster und die Häuser mit ihren Aufzugsgaupen, Sprossenfenstern und geschlossenen Fassaden gelten als "einmaliges Ensemble", das als solches unter Denkmalschutz stehe. Mit Schutz- und Steuerungsinstrumenten wie Gestaltungs- und Werbesatzungen sorge ihre Behörde dafür, dass das auch so bleibe, so Fiehn. Doch schnell wurde beim Diskussionsabend mit rund 20 Besuchern klar, dass nach deren Meinung einiges im Argen liegt. Ein Bewohner beklagte Willkür bei den Auflagen für private Neu- und Umbauten in der Innenstadt, ein anderer die vielen Autos in den Hinterhöfen und zugeparkte Haustüren.

Besonders die Müllcontainer waren Stein des Anstoßes. Winker hat im 50-Meter-Umkreis des Münsters 60 Exemplare gezählt. "Dabei habe ich Lösungskonzepte beim Oberbürgermeister eingereicht, bisher leider ohne Resonanz", bedauerte Winker.

Als nicht zuständig sei sie als Denkmalschützerin für das seit Jahrzehnten leer stehende Gebäude Ecke Färber- und Brunnenstraße, sagte Sigrid Fiehn, versprach aber, Beschwerden weiterzuleiten. Dazu gehört die nicht wahrgenommene Schneeräumpflicht und die Tatsache, dass nach Angaben der Nachbarn ­Fenster kaputt sind und die Fassade bröckelt. "Wir haben das schon mehrmals angeprangert, aber nichts geschieht", ereiferte sich eine Dame. Fiehn gab zu bedenken, dass der Stadt bei Privatbesitz oftmals die Hände gebunden seien, nicht aber, wenn vom Gebäude eine Verkehrsgefährdung ausgehe. Diskutiert wurde auch die sich seit zwei Jahren dahinschleppende Sanierung der Stadtmauer.

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