Villingen-Schwenningen
: Gesundheit als Ergänzung

Turnverein ändert Satzung und erschließt damit ein neues Betätigungsfeld
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Schwarzwälder-Bote
Oberndorf
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Für langjährige Mitgliedschaft beim Turnverein Villingen wurden zahlreiche Mitglieder geehrt. Fotos: Heinig

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Von Birgit Heinig

VS-Villingen. Der Turnverein (TV) ist rundum gesund. Mit einer "schwarzen Null" in der Kassenbilanz und 2116 Mitgliedern beendete er das Jahr 2013.

Mit neuer Satzung, die ein neues Betätigungsfeld erschließt, ist er auch für eine erfolgreiche Zukunft gerüstet. Bei der Jahreshauptversammlung blickte Geschäftsführer Sven Kieninger in Vertretung des erkrankten Vorsitzenden Manfred Herzner auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

Sportliche Erfolge in den Leistungsabteilungen Fechten, Leichtathletik, Kunstturnen und Volleyball sind dabei ebenso zu feiern wie der anhaltende Zuspruch der Breitensportabteilungen Trampolin, Sport-Aerobic, Senioren- und allgemeiner Gymnastik und Fitness sowie dem Kinderturnen. Gleichwohl habe es mit der SEPA-Umstellung Austritte gegeben. Kieninger begründete das mit einer Abkehr vom traditionellen Verhalten, wonach früher, wer einmal eingetreten, dem Verein viele Jahre die Treue gehalten habe. Heute bleibe man nur solange man selber Sport treibe.

Die wachsende Zahl von Schulen mit Ganztagsbetrieb wollte Kieninger hingegen nicht als Bedrohung, sondern vielmehr als Chance sehen. "Wenn die Schulkinder nicht in den Verein kommen, geht der Verein in die Schulen", schlug er vor. Mit der Einrichtung einer FSJ-Stelle zu Gunsten sowohl der Goldenbühlschule als auch dem TV habe man einen ersten Schritt getan. Der Einstieg als Kooperationspartner im "Kinderleicht-Programm" sei gelungen, das Engagement beim "Betrieblichen Gesundheitsmanagement" ausgebaut worden. Um weiterhin auch "nach außen" tätig werden und die Vereinszukunft damit sichern zu können, wurde eine Satzungsänderung notwendig. Einstimmig folgten die Mitglieder der Meinung, dass der Vereinszweck dafür nicht länger nur die Förderung des Sports sei, sondern zusätzlich auch des allgemeinen Gesundheitswesens sowie der Jugendhilfe und Erziehung.

Schatzmeister Karl-Heinz Friedrich hatte statt dem im Haushaltsplanentwurf stehenden "dicken Minus" einen leichten Überschuss zu verkünden – trotz Beschäftigung eines hauptamtlichen Geschäftsführers und Schulden aus der Zweite-Bundesliga-Zeit der Volleyballerinnen. Dazu beigetragen haben laut Friedrich vor allem Spenden sowie die Erlöse aus Kursen und der Kindersportschule. Letztere – einst von Hartmut Hübner gegründet – wertete Kieninger als "Erfolgsmodell". Hübner wurde daher nicht nur für 25-jährige Mitgliedschaft, sondern auch für eine gute Idee und gute Arbeit ausgezeichnet.

Verabschiedet aus dem aktiven Dienst als Abteilungs- und Übungsleiter wurden Janina Anderson und Raimund Öberföll (Fechten), Brunhilde Diel-Hourani (Allgemeine Fitness), Manuela Fiesser (Mutter-Kind-Turnen und Thomas Seidl (Volleyball).

Ebenfalls für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Jennifer, Jutta, Peter und Tobias Aufderheide, Herbert Kampeis, Marion Weinmann, Gerhard Gaus, Eugenie Scheller, Pia Luft, Helmut Jörg, Georg Salzburger und Teresia Grau. Seit 40 Jahren sind Frauke Friedrich-Kohler, Karin Krieg, Wolfgang Bolle, Gerhard und Helga Horstmann, Helga Jäger, Karl Kohler und Wienhardt Prigge dabei.

Seit 50 Jahren sind Ilse Schwörer Uwe Schütt, Bärbel Beha und Erika Prigge TV-Mitglieder und sogar seit 60 Jahren Walter Haas und Helmuth Schubnell.

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