Villingen-Schwenningen: Familie liegt ihm sehr am Herzen

Beim Gebetstag in der Kirche Heilig Kreuz in Villingen zieht Pfarrer Werner Fimm vom Kloster Brandenburg an der Iller mit seinen beachtenswerten und tiefgründigen Vorträgen die vielen anwesenden Gläubigen mit seinen Bann.Foto: Hauger
Schwarzwälder BoteVS-Villingen. Garant für intensive pastorale Stunden waren beim großen Gebetstag in der Kirche Heilig Kreuz in Villingen die beiden geistlichen Leiter, Pfarrer Werner Fimm vom Kloster Brandenburg an der Iller und der Franziskanerpater Leonhard.
Rund 250 Gläubige versammelten sich hierzu aus dem katholischen Dekanat Schwarzwald-Baar und den angrenzenden Regionen zu einer großen Betergemeinde. Das Katholische Männerwerk und der Aktionskreis Familie VS haben diesen Gebetstag organisiert und die Gläubigen dazu eingeladen.
Mit einem musikalisch ansprechenden Lobpreisgottesdienst bereits am Vormittag wurde dieser Gebetstag eröffnet. Es folgten eindrucksvolle Vorträge von Pfarrer Fimm mit anschließender Aussetzung des Allerheiligsten, Gebeten, und es wurde die Möglichkeit zum Seelsorgegespräche und für Beichtgespräche genutzt. Für das leibliche Wohl mit einem Imbiss zur Mittagspause sorgte ein gut organisiertes Helferteam im Pfarrsaal.
In bemerkenswerter und in einer christlichen Grundüberzeugung hat Pfarrer Fimm in seinen Vorträgen die heutige Lebenswirklichkeit den Zuhörern aufgezeigt. Dabei unterstrich er seine Ausführungen mit eindrucksvollen Bildern auf einer großen Leinwand.
Leider finde Mobbing allzu häufig fast überall statt, sagte er. Hier gelte es, nicht wegzuschauen, sonder diesen Menschen beizustehen. Tiefe innerliche Verletzungen erführen gemoppte Menschen. Der Schutz des ungeborenen Lebens bis ins hohe Alter und die Menschenwürde müssten ein zentrales Anliegen aller Menschen und besonders der verantwortlichen Politiker sein, so Fimm.
Ein Herzensanliegen war Pfarrer Fimm die Familie. In der Familie sei die Liebe der Eltern oder Bezugspersonen zu den Kindern besonders wichtig. Er betonte die Bedeutung des Gebets in den Familien. Die Kinder seien ein großer Segen. Für Ehepartner sei ein vertrauensvolles Miteinader unverzichtbar. Wer sich selbst liebe, könne auch andere lieben. Eheleute müsst en sich immer wieder die Hand reichen und miteinander reden.
Als besonders schlimm bezeichnete Pfarrer Fimm die Missbrauchsfälle in der Kirche. Leider finde Missbrauch auch in den Familien viel zu oft statt. Bei den Missbrauchsfällen müsse Klartext gesprochen werden. In aller Liebe müssten die Menschen lernen, dem Nächsten zu vergeben, und auch die Völker untereinander sollten sich vergeben.
Sorgen bereiten dem Pfarrer die gegenwärtigen innerkirchlichen Diskussionen mit teilweise unerfüllbaren Forderungen.
Pater Leonhard beschäftigte sich in seiner Predigt mit der 40-tägigen Fastenzeit. In dieser Zeit biete sich den Menschen die Chance, etwas Neues zu beginnen. Die Fastenzeit sei eine Zeit des Verzichts. Dadurch könne man offen werden für bessere Dinge des Lebens.
Zum Abschluss dieses gelungenen und segensreichen Gebetstages spendeten die beiden Geistlichen den Teilnehmern jeweils den Einzelsegen.