Villingen-Schwenningen
: Erst Ferrari und die Rolex, dann Hartz Vier IV

Buch: Roland Emter schreibt über sein Achterbahn-Leben "außerhalb der Legalität"
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Schwarzwälder-Bote
Oberndorf
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Ein Leben außerhalb der Legalität: Seine spannende Lebensgeschichte erzählt Roland Emter in seinem Buch. Foto: Huber

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Von Eva-Maria Huber

VS-Villingen. Die Rolex mit den Brillies? Hatte er. Die Yacht und den Ferrari. Ja, auch das. Und natürlich die vielen schönen Frauen. Nach einem luxuriösen Achterbahnleben kamen Absturz und Hartz IV: Heute ist Roland Emter in der Normalität angekommen und glücklich. Genauergesagt ein glücklicher Autor, über sein Leben hat er ein Buch geschrieben.

Dieser Mann soll das alles erlebt haben, was er auf fast 380 Seiten aufgeschrieben hat? Steile Karriere im Nachtclub-und Casino-Milieu, Drogensucht, Absturz. "So ist es...und wenn ich nochmals auf die Welt käme, würde ich alles genauso machen." Alles? "Alles". Was er erlebt hat, fanden Freunde und Bekannten so spannend, dass sie ihn bedrängten: "Mensch Roland, schreibt doch mal Dein Leben auf." Das Buch trägt nicht umsonst den Titel "Ein Leben außerhalb der Legalität." Emter erklärt: "War ja auch ein ungewöhnliches Leben. Bis zum 50. Lebensjahr."

Eigentlich fing für den kleinen Roland alles erst mal eher unspektakulär an. Die Eltern, streng und berufstätig. Bald wollte er der Enge des Elternhauses entfliehen, wurde nicht unabsichtlich Vater mit 18 Jahren und durfte dank einer vorzeitigen Volljährigkeit heiraten. Werte wie Ehrlichkeit und Pünktlichkeit waren ihm immer wichtig, "doch mit der Treue habe ich es mal nicht so genau genommen".

Recht bald stand der junge Mann unter Strom. Der gelernte Elektriker wurde Türsteher, "dann ging es steil bergauf". Schnell machte er sich in der Nachtclubszene selbstständig, sein Radius wurde immer größer. Bald hatte er zwölf Nachtlokale, unter anderem in VS, und Adressen wie das Chez nous in Spaichingen unter seiner Verantwortung. Der Self-Made-Millionär hatte nicht nur Freunde, sondern auch Neider. "Da wollten mich welche fertig machen". Man habe ihm einige Sachen angehängt, den Erwerb von Hehlerware und Drogen. Während seiner kurzen Haftzeit kam er aus "Frust" an harte Drogen und wurde süchtig. Am Ende stand Hartz IV: "Das war der Tiefpunkt in meinem Leben." Er fasste langsam wieder Fuß im alten Elektrikerberuf. Und heute, zehn Jahre später? "Ich bin schon lang wieder ein glücklicher Mensch." Nicht zuletzt Dank seiner vierten Ehefrau. Und der Luxus? "Der spielt keine Rolle mehr." Das Honoror seines Buches geht an die Feldner Mühle, erhältlich ist es über epubli oder den örtlichen Handel.

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