Villingen-Schwenningen
: Anführer der Black Warriors jetzt in Haft

Vorwurf: Drogen, Prostitution, Menschenhandel
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Schwarzwälder-Bote
Oberndorf
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Die Black Jacket-Weste des Vize-Präsidenten und Abzeichen seiner neu gegründeten Banden-Heimat, der Black Warriors, stellte die Polizei sicher. Foto: Polizei

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Von Cornelia Spitz

Villingen-Schwenningen. Nachdem sich die Lage im Türstehermilieu im Herbst zugespitzt hat (wir berichteten), klickten jetzt Handschellen. Dem Gründer der Black Warriors, der ein ehemaliges führendes Mitglied der Black-Jackets sein soll, werden ausbeuterischer Menschenhandel, Zuhälterei und Förderung der Prostitution vorgeworfen.

Doch nicht nur der 32-jährige Präsident der Black Warriors, einer neu entstehenden rockerähnlichen Gruppierung im Türstehermilieu, sitzt in Haft, auch sein 31-jähriger Vizepräsident. Er soll einen lukrativen Handel mit illegalen Betäubungsmitteln betrieben haben und ein "gut funktionierendes Netzwerk aus Kurieren und Straßenhändlern aufgebaut" haben. Einer seiner Transporteure, ein 24-Jähriger, ging der Polizei beim Grenzübertritt aus Holland mit über 1,1 Kilogramm Marihuana (Verkaufswert 10 000 Euro) ins Netz.

Am Nikolaustag wurde nun der 31-jährige Drahtzieher bei einem Polizeieinsatz, zu dem auch das Spezialeinsatzkommando und ein Mobiles Einsatzkommando hinzugezogen wurden, festgenommen – zusammen mit sechs Komplizen. Gegen ihn und zwei seiner Kuriere ergingen Haftbefehle, die anderen vier, drei 17 bis 26 Jahre alte Männer und eine 20-jährige Frau, gelangen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz lediglich zur Anzeige. 100 Gramm Kokain, 500 Gramm Haschisch sowie zwei Kilo Marihuana wurden sichergestellt.

Der 32-jährige Kopf der Black Warriors agierte laut Polizei im Rotlichtmilieu und soll mehrere weibliche Internetbekanntschaften, darunter Frauen aus VS im Alter von 19 bis 28 Jahren, zur Prostitution gebracht haben.

Die Polizei hofft, dass sich die "zeitweise angespannte Situation" im Türstehermilieu entspannt. Hier brodelte es seit Monaten, gab es immer wieder Übergriffe, Schlägereien, sogar eine Messerstecherei. Die ausufernde Aggression und Rivalität der Banden riefen die Polizei oft auf den Plan. "Für uns sind die Türstehervereinigungen gerade ein größeres Problem als die Rockerclubs", bestätigte Kripo-Chef Thomas Gerth im September. Bei der Polizei in VS gebe es sogar einen "Rockersachbearbeiter" für alle, die in VS auftauchen: Hells Angels, die Bandidos MC, die Outlaws und das Gremium MC auf Rockerseite sowie die United Tribunes und die Black Jackets bei den Türstehern – und eben, ganz neu, die Black Warriors. Ob die Fuß fassen können, wagt die Polizei zu bezweifeln, da nun zwei ihrer Köpfe hinter schwedischen Gardinen sitzen.

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