Villingen-Schwenningen: Abschied von Richard Säger
VS-Villingen. Bei strahlendem Himmel trafen sich am Freitag ein Dutzend Villinger, Heimbewohner sowie Schwestern vom Pflegepersonal beim Altenpflegeheim in Geisingen, um von Richard Säger Abschied zu nehmen.
Nach der Einsegnung hatten die Trauergäste die Möglichkeit, eine Geschichte aus dem Leben von Richard Säger zu erzählen. Ein bekannter 08-Fußballer Jahrgang 1935 erzählte die Geschichte mit der Seife. Irgendwann habe der Richard einen großen Posten Seifen verkaufen wollen und seinen Kundinnen erzählt, dass dies die letzten 20 Seifen für lange Zeit seien, die er noch im Angebot habe. Richard Säger legte auch große Strecken zurück, um im Wald Beeren und Pilze zu sammeln, die er dann in Villingen verkaufte. Ein ganz besonderer Erfolg waren seine Eier, die er privat und auf dem Wochenmarkt verkaufte mit dem Slogan: "Meine Eier hen zwei Dotter". Das sei richtig gewesen, erinnerte sich der Fußballer. "In meiner Jugendzeit habe ich viele Spiegeleier mit den zwei Dottern gegessen." Richard Säger konnte man an einem Tag in mehreren Stadtvierteln antreffen und immer war sein Korb dabei, wo allerlei Nützliches drin war. Auch Kleinteile wurden ihm abgekauft, um ihn zu unterstützen. Wenn es Gelegenheiten gab, konnte man Richard Säger auch beim Musikmachen zuhören.
Pflegebedingt war Richard Säger mit 56 Jahren im Jahre 1991 in das Pflegeheim in Geisingen gekommen. Von seinem Jahrgang 1935 waren ein paar bei der Beerdigung dabei. Eine gute Bekannte von Richard Säger aus Villingen schulterte einen Kranz und trug diesen bis zur Grabesstätte am Ende des Heimfriedhofes. Mit einem Lied und einem gemeinsamen Gebet wurde dann der Sarg in das Grab abgesenkt mit den Worten: "Engel mögen Dich auf deinem Weg begleiten, und der Herr gebe Dir die ewige Ruhe."