Vereinsleben in Niedereschach
: Radfahrverein wird kaum noch wahrgenommen

Mit fehlendem Nachwuchs und einer mangelnden Präsenz in der Öffentlichkeit hat der Niedereschacher Radfahrverein zu kämpfen. Jetzt wollen die Mitglieder verschiedene Maßnahmen ergreifen, um das zu ändern.
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(red/pm)
Oberndorf
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Das Team des Vorstandes (im Bild mit den Geehrten für 70- und 50-jährige Vereinszugehörigkeit) hat sich einiges auf die Fahnen geschrieben, damit der Radfahrerverein in der Öffentlichkeit wieder besser wahrgenommen wird (von links): Ute Flaig (50 Jahre), Bernd Schütz, Johann Stern (70 Jahre) Willi Haßler, André Schuler, Gustav Herbst, Hannah Scheffler, Hanneliese Huber (50 Jahre)

Verein

„Schon totgeglaubt, oder doch wieder mit einer leichten Brise im Aufwind?“ – Zur aktuellen Situation des Radfahrervereins Viktoria 1910 Niedereschach fand Bürgermeisterstellvertreterin Regina Rist bei ihren Ausführungen bei der zurückliegenden Generalversammlung im Restaurant Bantle wohl die passenden Worte.

Und auch der erste Vorsitzende Gustav Herbst und Schriftführer Bernd Schütz griffen in ihrem Jahresrückblick diese Problematik auf: „Da der Radfahrerverein in der Öffentlichkeit kaum mehr wahrgenommen wird, sei es der Vorstandschaft ein Anliegen, wieder mehr Präsenz im Ort zu zeigen“.

Dazu beitragen sollen nun die wöchentlichen Berichte über die Aktivitäten im Gemeindeblatt wie auch das seit Juni stattfindende Kinderradfahren in Kooperation mit der Gemeinschaftsschule in Niedereschach. Dabei wird interessierten Kindern in der letzten Betreuungsstunde am Donnerstag das Angebot gemacht, geführt von zwei Radfahrern des Vereins eine Stunde lang eine kleine Tour zu fahren.

Rückblick Dessen ungehindert fanden im Berichtsjahr auch weiterhin die Mittwochsrennradler unter der Leitung von Gustav Herbst regen Zuspruch. Die Mittwochsrennradler, treffen sich wöchentlich am Rathausbrückle, um in rund zwei Stunden 50 bis 60 Kilometer abzustrampeln. Wer gerne mit dabei wäre, ist herzlich eingeladen.

Sportlicher Höhepunkt für sie war wieder die Teilnahme zum Saisonende am Rennradrennen „Riderman“ in Bad Dürrheim. Und auch die Montagsradler sind unter dem Dach des Vereins weiter aktiv. Unter der bewährten Regie von Wolfgang Tauser finden regelmäßig Ausfahrten statt.

Ausblick In seinem Ausblick nannte Schütz das anstehende Kinderferienprogramm der Gemeinde, zu dem sich der Radfahrerverein wieder als Ausrichter einer kleinen Radtour mit den Kindern angemeldet habe, verbunden mit einem Quiz und einem Parcours und natürlich Bewirtung.

Finanzen Der Kassenbericht von Kassiererin Hannah Scheffler wies für das abgelaufene Vereinsjahr ein leichtes Minus aus, das allerdings zu verkraften war, da dies weitgehend auf Verschiebungen beim Einzug der Mitgliederbeiträge zurückzuführen sei, also wieder hereinkomme. Zudem weise die Vereinskasse noch einen gesunden Gesamtkassenbestand aus.

Hoher Altersdurchschnitt

Personallage Regina Rist konstatierte bei ihren Ausführungen, dass die schwierige personelle Situation beim RFN und auch in vielen anderen Vereinen, vor allem auf den hohen Altersdurchschnitt zurückzuführen sei und wünscht sich, dass mit den Aktionen wie Kinderradfahren in Kooperation mit der Schule wieder verstärkt Nachwuchs geworben werden kann.

Wahlen Bei den Neuwahlen war lediglich der zweite Vorsitzende neu zu wählen. Dabei wurde der bisherige Amtsinhaber André Schuler einstimmig wiedergewählt.

Ehrungen Auf stolze 70 Jahre Mitgliedschaft beim Radfahrerverein konnte bei den abschließenden Ehrungen Johann Stern zurückblicken, wofür er mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet wurde. 1954 im Alter von 19 Jahren dem Verein beigetreten, wusste er anlässlich seiner Ehrung auch noch einige Geschichten zu erzählen, unter anderem von Touren in den 50er-Jahren über die Schwarzwaldhochstraße zu einem Radlertreffen nach Bühl und zurück.

Für 50-jährige Vereinszugehörigkeit wurden Ute Flaig, Hanneliese Huber und in Abwesenheit Jeanette Schuler geehrt.

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