Verein in Unterkirnach: Was Martin Kuberczyk in 44 Jahren beim FC Alemannia erlebt hat

Martin Kuberczyk hat den Vorsitz beim FC Alemannia Unterkirnach abgegeben.
Hella Schimkat„Alles geht nun mal nicht“, beantwortet er die Frage unserer Redaktion, warum er den Vorsitz abgegeben hat. Er habe sich gesagt, wenn er in den Gemeinderat gewählt werde, würde er sein Amt als Vorsitzender abgeben, denn beides könne er nicht richtig ausfüllen, betont er.
44 Jahre sind eine lange Zeit – und Martin Kuberczyk macht klar, dass er dem FC als Mitglied und Fußballer erhalten bleibe.
Sein Nachfolger ist Alexander Stockburger
Mit Alexander Stockburger habe der FC einen guten neuen Vorsitzenden, der sich bestens einbringe und das als sein Stellvertreter schon bewiesen habe.
Vor 44 Jahren trat Kuberczyk in den FC ein und spielte in der E-Jugend, Trainer war Ludwig Schwarzmüller, erinnert er sich. Bis zum Alter von 18 Jahren durchlief er die Jugendmannschaften und spielte anschließend in der ersten Mannschaft.
Alois Bähr war damals der Vorsitzende, nach ihm kam Bernd Duffner bis 2007, dann übernahm Kuberczyk den Vorsitz. 1980 hat man bereits der erste Kunstrasen verlegt, 2008 wurde schon der dritte eingebaut, in diesem Jahr ist der vierte Kunstrasen an der Reihe, was bedeute, dass der dritte 17 Jahre gehalten hatte, so Kuberczyk.
Den Kabinentrakt aufgestockt
Eine weitere Maßnahme in seiner Amtszeit war 2011 die Aufstockung des Kabinentrakts, berichtet er weiter.
Auch die Schlossbergstuben haben unruhige Zeiten und mehrere Pächter gesehen: Nach dem Griechen Costas sei als nächster Pächter Tancredi gekommen, dann Marc Rauer und Armin Sehr, gefolgt von Klaus Maier, den als neuen Pächter voll die Corona-Pandemie traf. Jetzt habe Eeva Karijalainen die Schlossbergstuben übernommen und in Save umgetauft: „Die Schlossbergstuben mit den wechselnden Pächtern haben uns viel Gespräche und Zeit gekostet“, betont er.
Zwei Jubiläen feierte der FC mit Kuberczyk als Vorsitzenden: Das 90-jährige Bestehen im Jahr 2011 mit einem FC-Ball-Revival und das 100. Jubiläum mit Festbankett 2021 und großem Fest im Jahr 2022 – wegen Corona verschoben.
Mehr als 20 Fasnetsbälle mit Büttenreden
Das waren noch Zeiten, als es in Unterkirnach jedes Jahr drei Fasnetbälle gab, den FC Ball, den Musiker-Ball und den Zunftball: „Alleine der FC stemmte mehr als 20 Bälle mit super Sketchen und Büttenreden. Dann ging alles zurück, wir hatten noch zwei Sportler-Bälle, ab dann bis heute gab es nur noch die Zunftbälle“, so Kuberczyk.
Zweimal abgestiegen
Als er den Vorsitz übernommen hat, spielte der FC in der Bezirksliga, stieg zweimal ab in die Kreisliga A und B. Im vergangenen Jahr stieg er wieder in die Kreisliga A auf. Vor zwei Jahren war die Spielgemeinschaft mit Vöhrenbach und Hammereisenbach gebildet worden. „Inzwischen müssen fast alle Vereine Spielgemeinschaften gründen, um bestehen zu können, das ist der Lauf der Zeit“, stellt er fest.
Sehr aktive Damenmannschaft
„Wir haben eine sehr aktive Damenmannschaft“, freut er sich. „2014 wurden die Aktiven Bezirkspokalsieger, und die Alten Herren wurden vor nicht langer Zeit Baden-Württembergische Vizemeister“, zählt er auf. Conni Ries habe mehr als 20 Jahre hervorragende Arbeit als Jugendleiterin gemacht, und da es noch keinen Nachfolger für sie gibt, macht sie weiter, zieht Kuberczyk den Hut vor ihr. Er dankt für die Unterstützung vieler Mitglieder, vor allem Alexander Stockburger. Er selbst sei noch ein Jahr im Spielausschuss tätig, dann sei er ohne Amt aber nicht ohne Fußballschuhe unterwegs.