Veränderung im Trossinger Handel
: Jetzt startet der Trendbereich am neuen Standort durch

Im Schwenninger City-Rondell sind die Lichter aus, in der Trossinger Hauptstraße sind sie dagegen angegangen: Das Modegeschäft Trendbereich hat eine neue Heimat gefunden.
Von
Mareike Kratt
Oberndorf
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Blicken optimistisch in die Trendbereich-Zukunft am alleinigen Standort Trossingen: Inhaberin Sarah Messner (Mitte) und die Mitarbeiterinnen Dejana Jovanovic-Filipczyk (links) und Isabel Hartwich.

Mareike Kratt

Eine Woche früher als gedacht hat Inhaberin Sarah Messner zusammen mit ihrem Team die Türen am neuen Standort öffnen können. Eigentlich war die Eröffnung, besser gesagt die Zusammenführung der bereits bestehenden Trendbereich-Filialen aus der Trossinger Hauptstraße schräg gegenüber sowie aus dem Schwenninger City-Rondell, für die erste Februar-Woche geplant.

Das Team sei aber so gut vorbereitet gewesen, dass der Umzug quasi fließend war, erzählt Sarah Messner: Am vergangenen Samstag war in den alten Filialen der letzte Öffnungstag, drei Tage später schon, am Dienstag, konnte sie die ersten Kunden in den neuen Räumen – mit separatem Eingang, aber angegliedert ans Modehaus Messner – begrüßen.

Nachdem die großzügige Fläche, auf der sich bis vor Kurzem die Herrenabteilung – sie ist ins leerstehende Untergeschoss gewandert –, befand, in den vergangenen Wochen bereits einen frischen Look bekommen hat, müssen jetzt nur noch Restarbeiten erledigt werden.

Lange Tradition

Für Sarah Messner ist die Neueröffnung in Trossingen Veränderung und Heimkommen zugleich: Als Tochter der nicht nur in Trossingen bekannten Mode-Familie Messner, die das Fashionunternehmen in dritter Generation führt, hat sie den Trendbereich vor ziemlich genau 20 Jahren im Schwenninger Einkaufscenter als ihr „Baby“ geboren.

Ihr Ziel: Einen Store zu eröffnen, der „super modische, besondere Teile zu super gutem Preis“ anbietet. Wichtig war und ist ihr nach wie vor, kleine Labels mit skandinavischem Schwerpunkt auf den Kleiderständern und Tischen zu präsentieren. Dieses Konzept sei im City-Rondell sofort aufgegangen – viele Kundinnen von damals seien mit ihr und dem Trendbereich „zusammen groß geworden“ – und kämen immer noch her, um besondere, auch ausgefallene Teile zu kaufen.

Viel Veränderung

2014 hat Sarah Messner dann die zweite Filiale in der Trossinger Hauptstraße 32 eröffnet. In den vergangenen 20 Jahren habe sich vieles verändert, blickt sie zurück. Die (Mode-)Welt sei schnelllebiger geworden, und der Einsatz von Online-Shop und Social-Media-Kanälen inzwischen nicht mehr wegzudenken. Im Grunde durch die Corona-Krise entstanden und immer weiter ausgebaut gehörten Stories und Live-Shopping auf Instagram zum alltäglichen Geschäft.

Das Familienunternehmen Mode Messner besteht in dritter Generation in Trossingen.

Foto: Mareike Kratt

Gleichzeitig hat die Unternehmerin aber auch gelernt, sich mit entsprechender Beratung und Service vor Ort von eingesessenen Modeketten abzuheben und ein Alleinstellungsmerkmal über die Region hinaus zu erlangen.

Das City-Rondell

Veränderungen hat es aber in den vergangen Jahren auch im einst boomenden Schwenninger City-Rondell, in dem die Familie Messner zwischenzeitlich weitere Verkaufsflächen gepachtet hatte, gegeben. Das Sterben anderer Geschäfte und die hohen Mietkosten hätten mit dazu beigetragen, dem Einkaufscenter nach zwei Jahrzehnten den Rücken zu kehren und zusammen mit der Trossinger Trendbereich-Filiale die vielen Synergien im Haupthaus zu nutzen.

Hier könne nicht nur der Online-Shop besser ausgebaut werden, hier könne man auch – zum Beispiel in Sachen Abendveranstaltungen oder Nutzung des Außenbereichs – „unser Ding“ machen und frei entscheiden. Zudem seien nun alle 25 Mitarbeiter – egal ob Mode Messner oder Trendbereich – unter einem Dach und könnten bei Bedarf flexibel eingesetzt werden.

„Hier geht was“

Chancen sieht die Einzelhändlerin auch im Standort Trossingen. „Hier geht was.“ Die Innenstadt profitiere von einer Reihe an inhabergeführten Geschäften – und von kostenlosen Parkplätzen an der Hauptstraße.

So freuen sich Sarah Messner, die für den Einkauf sowie für die gesamte Unternehmensverwaltung zuständig ist, und ihr Team auf eine „gute neue Zukunft“ in Trossingen, die mit einem Opening am Samstag, 7. März, offiziell startet.

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