Sonnenbädle in Schwenningen
: Badespaß im nagelneuen Becken steht kurz bevor

Alle Mühen haben sich bezahlt gemacht: Die Beckensanierung neigt sich dem Ende entgegen, so dass gegen eine Saisoneröffnung im Sonnenbädle fast nichts mehr spricht.
Von
Mareike Kratt
Oberndorf
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Das Becken des Schwenninger Sonnenbädle ist frisch saniert. Bald können Kinder hier wieder rutschen und planschen.

Mareike Kratt

„Es ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen“, freut sich Uwe Schondelmaier, Vorsitzender des Naturheilvereins, wenn er im hinteren Bereich des Sonnenbädle auf das Becken blickt, das bisher mit wenig Wasser gefüllt ist.

Hinter ihm und dem rund zwölfköpfigen Team der Abteilung Sonnenbädle des Naturheilvereins liegen arbeitsintensive Monate. Schon frühzeitig hat die Abteilung in der vergangenen Saison kundgetan, dass das blaue Rundbecken, das „Herz des Sonnenbädles“, saniert werden muss – und dass eine Finanzierung aus reiner Vereinshand nicht möglich ist. Rund 35 000 Euro waren für die Erneuerung veranschlagt worden.

So hat man kräftig die Werbetrommel gerührt, zu Spenden aufgerufen und diverse Veranstaltungen inklusive Bewirtung auf dem Gelände im Gürgele auf die Beine gestellt – und zwar nahezu jedes Wochenende. Unter anderem hatte das Team im Dezember einen Weihnachtsmarkt im Gürgele initiiert – der im übrigen zu einem vollen Erfolg wurde. Etwa ein Drittel der Kosten habe letztendlich über derartige Aktionen gedeckt werden können, berichtet Uwe Schondelmaier. Finanzielle Unterstützung gab es zusätzlich von Sponsoren.

Parallel wurde – nachdem das Sonnenbädle im vergangenen Sommer das letzte Mal seine Türen für Badegäste geöffnet hatte – mit den Sanierungsmaßnahmen begonnen – überwiegend in Eigenregie. Rund ums Becken wurden Gräben gezogen, neue Leitungen verlegt, unter anderem, um die Einströmlinien zu erweitern. Was bisher an Technischem rund um Wasserfilter und Dosieranlage auf engem Raum unter der Rutsche untergebracht war, ist nun in ein neues separates Technikhäuschen einige Meter hinter das Becken gewandert. Uwe Schondelmaier freut sich, dass die Rutsche, die aus den 1950er-Jahren stammt, 2014 aber erneuert wurde, nun solitär steht.

Großes Know-How

Ohne technisches und handwerkliches Know-How wären derartige Arbeiten durch das Laien-Team nicht möglich. „Zum Glück sind wir im handwerklichen Bereich gut aufgestellt.“ Dass das Projekt Beckensanierung zügig vorangekommen ist, hätten aber nicht nur die fleißigen Hände der Stammhelfer ausgemacht, sondern auch das Netzwerk des Vereins. Dadurch seien auch kurzfristig Schwenninger zum einmaligen Helfen vorbeikommen – oder hätten zumindest notwendige Geräte wie Bagger zur Verfügung gestellt. Das sei enorm wertvoll gewesen.

Uwe Schondelmaier, Vorsitzender des Naturheilvereins, ist froh, dass die Rutsche im Sonnenbädle nun ohne Filteranlage steht.

Foto: Mareike Kratt

Durch Beziehungen ist auch die Zusammenarbeit mit einer Firma zustande gekommen, die drei Tage vor Ort war, um das Becken mit einer neuen Folie zu bekleiden. Deren Mitarbeiter seien nicht nur vom Sonnenbädle selber, sondern auch vom Miteinander im Team angetan gewesen, erzählt der Gesamtvereinsvorsitzende. Denn der Zusammenhalt habe den restlichen Ausschlag für den Erfolg des Projekts gegeben.

Schliff steht noch aus

Ganz fertig ist man im Gürgele aber noch nicht. Der finale Schliff steht noch an. Rund um das Becken müsse noch betoniert und das Areal in Sachen Mäh- und Schneidearbeiten öffentlichkeitstauglich gemacht werden. Auch die Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten – Tretroller, Räder und Kinderbagger für die jungen Besucher – müssten noch aus dem Winterschlaf erweckt werden. Neben den fixen Spielgeräten werden wieder zwei Trampoline aufgestellt.

Biergarten öffnet

Ebenso der Kiosk muss noch mit Waren aufgerüstet werden. Pommes, Wurstsalat oder Eis werden wieder über die Theke gehen, ebenso wie diverse Getränke, die auch zu einem Besuch im idyllischen Biergarten einladen. Während der Biergarten bereits am kommenden Pfingstwochenende zum ersten Mal in diesem Jahr öffnet, ist der große Saisonstart des Sonnenbädle nach den Pfingsten anvisiert – „wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen“, ist Uwe Schondelmaier noch ein bisschen zurückhaltend mit einem konkreten Eröffnungsdatum. Denn zu allererst müsse es grünes Licht vom Institut Eurofins geben, das Beprobungen vornimmt.

Veranstaltungen wie das Weißwurstfrühstück, möglicherweise mit der Bläserformation Luft und Blech, oder auch die beliebten Klassen-Abschlussfeiern der Schwenninger Schulen soll es wieder geben. Ansonsten möchten die Ehrenamtlichen nach den vergangenen kräftezehrenden Monaten in dieser Saison mit großen Veranstaltungen etwas haushalten – zumal schon der normale Sonnenbädle-Betrieb genügend Manpower und Elan erfordert.

Rund um das Vereinsheim des Sonnenbädle befinden sich Kiosk und Biergarten.

Foto: Mareike Kratt

Dass es bald richtig losgehen kann, und zwar mit nigelnagelneuem Becken und seinen 55 000 Litern Wasser, darauf freuten sich nicht nur die Organisatoren, sondern auch die Gäste. „Wir alle können es kaum erwarten.“

Die Saion im Sonnenbädle

Infos
Infos zu Öffnungszeiten und Veranstaltungen gibt’ s unter www.sonnenbädle.de oder auf dem Instagram-Kanal.

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