Seit Jahren überfällig: Neue Hoffnung für die Sanierung des Muslenplatzes?

Soll (schon lange) saniert werden: der Muslenplatz in VS-Schwenningen.
Daniela Schneider- Schwenningen plant die Sanierung des Muslenplatzes, der seit Jahren auf Erneuerung wartet.
- Die Stadt bewirbt sich für das Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“.
- Förderquote von 80 Prozent möglich – Ziel ist Entlastung des städtischen Haushalts.
- Start war ursprünglich nicht vor 2030 vorgesehen, mit Förderung wäre ein früherer Beginn möglich.
- Geplant ist mehr Grün und Schatten in der Stadtmitte, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
45 Jahre hat der Schwenninger Muslenplatz auf dem Buckel. Und schöner geworden ist er in all der Zeit nicht unbedingt. Die geplante Sanierung allerdings lässt bis dato auf sich warten.
Die große Fläche in der Stadtmitte ist seit 1981 Teil der damals neuen Schwenninger Fußgängerzone. Was seinerzeit als moderne Aufwertung gelten konnte, ist nunmehr in die Jahre gekommen und soll – so jedenfalls der bereits sehr lange erklärte Wille – saniert werden. Bis heute aber hat sich noch nichts getan.
Zur Erinnerung: 2012 war's, da fasste der Gemeinderat einen Planungsbeschluss zur „Revitalisierung und Neugestaltung der Fußgängerzone im Stadtbezirk Schwenningen“. Zuvor war schon seit 2014 ein Teil der Fußgängerzone saniert worden, und 2016 sollte eigentlich dieser weitere Abschnitt Muslenplatz samt Treppe und Vorplatz des Muslenzentrums folgen. Mehrere Konzepte lagen bereits auf dem Tisch. Auch Überlegungen, wie mit dem großen Kanal verfahren werden soll, der unter dem Platz zwischen Modehaus Götz und Stadtbibliothek verläuft, hatte man schon angestellt.
Nach der Hängepartie
Alles wurde dann aber erst mal auf Eis gelegt, weil nicht feststand, wie es beim Vorhaben Rössle weitergehen würde. Würde hier in dem großen Bau am westlichen Ende des Platzes ein Einkaufszentrum einziehen? Oder doch etwas anderes? Die zähe, jahrelange Hängepartie ist landläufig bekannt – und ebenso deren Ausgang: Die Stadt kaufte letztlich das Rössle und will es nun selbst nutzen. Die Platzsanierung hingegen wurde weiter in die Zukunft verlegt, zuletzt wurde hier das Jahr 2030 genannt.
Wie Oberbürgermeister Jürgen Roth jüngst in einer Ausschusssitzung mitteilte, will man sich aber jetzt für ein Förderprogramm hierfür bewerben. Es handelt sich dabei um das Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“, heißt es hierzu jetzt auf Nachfrage aus der städtischen Pressestelle.
Zwei Stufen im Verfahren
Das Verfahren ist demnach zweistufig aufgebaut. „Zunächst melden wir unsere Interessensbekundung an und haben dafür mittels Ratsbeschluss die Unterstützung für die Entwicklung des Muslenplatzes formal eingeholt. Wird man in die engere Auswahl einbezogen, sind konkretere Pläne gegenüber dem Fördermittelgeber im Rahmen des Antrags vorzulegen, wofür schließlich erneut ein Beschluss notwendig sein wird“, erläutert Stadtsprecherin Madlen Falke auf Nachfrage.
Ziel sei die Akquise möglichst vieler Fördergelder, um den städtischen Haushalt zu entlasten. Die Sprecherin erklärt außerdem: „Das Förderprogramm ist besonders attraktiv, denn mit einer Förderquote von 80 Prozent könnte diese wichtige Entwicklung sehr gut verfolgt werden.“
Früherer Beginn möglich
Und wie ist der weitere zeitliche Ablauf vorgesehen? „Ursprünglich hat die Planung einen möglichen Beginn zur Sanierung des Muslenplatzes nicht vor 2030 vorgesehen. Sollten wir jedoch in das Förderprogramm aufgenommen werden, wäre ein früherer Beginn möglich. Konkret lässt sich das zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht sagen“, so Sprecherin Falke. Und sie ergänzt: „In Sachen Muslenplatzentwicklung sind wir noch ganz am Anfang. Fest steht jedoch, dass die Stadtmitte im Zuge der Auswirkungen durch den Klimawandel grüner, schattiger werden muss und damit auch mehr Aufenthaltsqualität erhält.“

