Schwarzwaldschau in Schwenningen: Züchter schließen sich zusammen

Mit dem Verlauf der Schwarzwaldschau der Kleintierzüchter in der Schwenninger Messehalle zeigten sich unter anderem (von links) Marcel Hettich vom Kreisverband Villingen und Kerstin Thorenz vom Kreisverband Balingen/Hohenzollern zufrieden.
Jochen SchwilloTreffpunkt der Kleintierzüchter war am Wochenende die Schwarzwaldschau auf dem Messegelände in Schwenningen. Über zwei Tage wurden rund 1300 Tiere in den Sparten Geflügel und Kaninchen präsentiert und bewertet. In einer Sonderschau wurden außerdem auch Reichshühner gezeigt.
Ziel der Veranstaltung war es, den Laien, aber auch den Fachleuten vor Augen zu führen, dass die Kleintierzucht eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ist.
Ferner war sie ein Beweis dafür, was die Züchter der vier ausrichtenden Kreisverbände Rottweil/Schwarzwald-Tuttlingen mit Holger Haller an der Spitze, des Kreisverbands Villingen mit Marcel Hettich, des Kreisverbands Schwarzwald-Baar mit Sven Maurer und schließlich des Kreisverbands Balingen/Hohenzollern mit seiner Vorsitzenden Kerstin Thorenz im Laufe des Zuchtjahres mit viel Fleiß, Idealismus und Ausdauer erzüchtet und erarbeitet haben. Ein weiteres Ziel war, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu festigen und neue Züchterfreundschaften zu knüpfen.
Da in den Kreisschauen die Tiere immer weniger werden und die Zahl der Helfer zurückgeht, habe man sich für diese Viererschau entschieden, berichtete Haller. Dadurch könne man sich auch besser dem Publikum präsentieren.
Zweite überregionale Kreis-Kleintierschau
Nach 2015 war es die zweite überregionale Kreis-Kleintierschau, mit dem Titel Schwarzwaldschau, die in Schwenningen zu Gast war. Die Messehallen sind geradezu prädestiniert, so Haller, der auch Vorsitzender der Schwenninger Kaninchenzüchter ist und mit seinem Team für das Aufstellen der Käfige zuständig war.
Gut zwei Jahre dauerte die Vorbereitung für diese überregionale Schau, die auf eine gute Besucherresonanz stieß. Bereits am Dienstag stand der Aufbau an. Die Tiere kamen am Mittwoch, und am Donnerstag ging es an die Bewertungen der über 560 Kaninchen und 740 Rassegeflügel. Viel Arbeit für die elf Preisrichter bei den Kaninchen und die zehn Preisrichter beim Geflügel als Experten für die Rassestandards. Bewertet wurden Körperbau und Form, Fell-/Federkleidqualität und Farbe, Gewicht und Größe sowie Pflegezustand und Gesundheit.
Zahlreiche Auszeichnungen und Sieger
In den verschiedenen Kategorien gab es zahlreiche Auszeichnungen und Sieger, die je nach Wettbewerbsstruktur und Tierart vergeben wurden. Froh waren die Veranstalter, dass die Region nicht von der aktuellen Geflügelpest betroffen war. Trotzdem galt es, veterinärrechtliche Bestimmungen zu erfüllen. So bestand für die Schau „Impfpflicht für Geflügel, Tauben, Wassergeflügel und Fasane“. Weiterhin mussten die Tiere im Vorfeld tierärztlich untersucht werden.
Hettich vom Kreisverband Villingen freute sich, dass es beim Geflügel eine große Beteiligung von Jugendzüchtern gab. Von den 90 Geflügelausstellern seien rund 25 Jugendaussteller gekommen, so Hettich, der froh ist, dass es in seinem Kreisverband noch Nachwuchszüchter gibt. Er selbst befasst sich seit frühester Kindheit mit dem zeitintensiven Hobby, berichtete der Nußbacher. In seiner Familie wird bereits über vier Generationen Geflügel gezüchtet. „Wenn man als Kind die Möglichkeit hat, mit den Tieren aufzuwachsen, und die Verantwortung für sie hat, ist das ein großer Mehrwert“, sagte der Kreisvorsitzende, der sich seit einigen Jahren im Verband engagiert.
Züchter haben keinen Ruhetag
Wenn man sich mit Tieren beschäftigt, gibt es keinen Ruhetag. „Das ist eine Aufgabe, die man jeden Tag hat“, so Hettich. Ganz unterschiedlich werden auch die Tiere untergebracht. So gebe es Mitglieder, die zu Hause eine Landwirtschaft haben, andere bringen ihre Tiere in den verschiedenen Zuchtanlagen unter. Für Marcel Hettich und seine Kollegen aus den Kreisverbänden ist der Reiz an dem Hobby der Geflügel- und Kaninchenzucht die Freude am Tier und die Vielfalt der Arten zu erhalten.