Recyclingplatz in Tuningen: Auf dem Liaporgelände tut sich einiges

Auf dem Liaporgelände in Tuningen hat sich inzwischen viel verändert.
Erich BiebersteinEs zieht sich nun bereits über zwei Jahre hin, bis das Lias-Gelände am Haldenwald als Recyclingzentrum und Deponiegelände genutzt werden konnte, jetzt sind alle Hürden überwunden.
Das Planfeststellungsverfahren ist bereits in trockenen Tüchern, die fehlende immissionsschutzrechtliche Genehmigung war noch die letzte Auflage, welche jedoch jetzt erfüllt werden kann.
In der Zwischenzeit hat sich bezüglich des Namens und der Gesellschafter einiges getan. Anfänglich hatte Stefan Lämmle die Mehrheit in der Hand, weiterer Gesellschafter war die Firmengruppe Geiger aus dem Allgäu. Im zweiten Schritt hatte Lämmle die Mehrheit der Anteile an die Geigergruppe abgegeben. Inzwischen ist er jedoch aus dem Projekt komplett ausgestiegen, als neuer Gesellschafter ist die Firma Schleith eingestiegen und das Unternehmen firmiert jetzt unter Ressourcendepot Haldenwald.
Baulich hat sich in dieser Zeit schon einiges getan, der größte Schritt war die Verlegung der Versorgungsleitungen entlang der Zufahrtsstraße. Dies wurde mit dem gewünschten Rad- und Gehweg zur Risikominimierung der künftig stärker frequentierten Straße gekoppelt. Die Kanäle sind eingebaut und der Radweg wird bereits jetzt gut genutzt.
Mitte 2026 soll es losgehen
Auch die Wasserableitung des Oberflächenwassers ist nun auf dem aktuellen Stand, die bisherigen Leitungen waren marode und wurden von der Firma Schleith ausgetauscht. Aktuell laufen bereits verschiedene Maßnahmen am Deponiebau, um das künftige Wasser kontrolliert zu sammeln und abzuleiten; verschiedene kleinere Bauwerke wurden ebenfalls bereits zurückgebaut.
Mitte nächsten Jahres soll es offiziell losgehen, bis dahin werden die Gebäude aufgefrischt und teils umgebaut. Auch die Brennöfen und Brennkammern kommen in den nächsten Monaten noch weg. Was bleibt ist der Schornstein – dieser hat jedoch nicht mehr die ursprüngliche Funktion als Rauchrohr, sondern dient nun insbesondere als Träger für verschiedene Funkantennen.