Festnahme in VS: Mutmaßliche Schüsse in Schwenningen führen zu Großeinsatz

Der mutmaßliche Schütze wurde festgenommen.
EichFür viel Aufsehen hat die mögliche Bedrohungslage, die der Polizei gegen 12.30 Uhr gemeldet wurde, gesorgt. Zeugen hatten den Notruf gewählt, weil aus einem Mehrfamilienhaus in der Schützenstraße zwei Schüsse abgefeuert worden sein sollen. Der mutmaßliche Schütze hatte sich an einem Fenster gezeigt und war dann wieder in der Wohnung verschwunden.
Die Polizei fuhr daraufhin mit zahlreichen Kräften – insgesamt waren etwa 25 Beamte der Schutz- und Kriminalpolizei vor Ort – an die besagte Adresse. Von einem Imbiss aus umstellte man zunächst das Gebäude, nachdem sich die Beamten teilweise besondere Schutzausrüstung angelegt und sich mit Maschinenpistolen ausgestattet hatten. Auch ein Hundeführer war zum Einsatz hinzugezogen worden.
Weitere Beamte hatten sich an der Ecke zur Austraße, am Parkplatz in der Schützenstraße sowie am Christlichen Zentrum positioniert, um zu verhindern, dass sich Passanten dem betroffenen Gebäude nähern. Auch der Imbissbetrieb musste kurz darauf ruhen.
Polizisten mit Maschinenpistole
Mehrere Beamten – darunter zwei Polizisten mit Maschinenpistolen, zwei Kriminalbeamte und der Polizeihundeführer – verschafften sich anschließend ein Zugang zum Gebäude, um die Situation zu klären. Zuvor hatte sich der Mann, wie die Polizei erklärt, bereits beim Führungs- und Lagezentrum gemeldet und in der Folge auch seine Wohnungstüre geöffnet. Um 13.37 Uhr konnte der mutmaßliche Täter schließlich von den Beamten in Gewahrsam genommen werden.
Anschließend durchsuchte die Polizei das Gebäude – dabei konnten pyrotechnische Knallkörper, jedoch keine Schusswaffe festgestellt werden. Der Betroffene wurde auf das Polizeirevier Schwenningen zur Vernehmung gebracht, er bestritt das Zünden der Böller oder ein Betätigen einer Schreckschusswaffe.
Rettungsdienst ebenfalls vor Ort
Der Rettungsdienst wurde ebenfalls zu dem Einsatz hinzugezogen. Vor Ort war ein Rettungswagen der Johanniter sowie seitens des DRK der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes. Sie mussten jedoch nicht eingreifen.